1. FC Köln: Vorstand setzt weiter auf Kontinuität

Mit 14 Punkten aus den ersten 13 Spielen und Platz zwölf ist man beim 1. FC Köln verständlicherweise nicht zufrieden, obwohl vor der Saison allen klar war, dass der enorme Umbruch mit dem Abgang zahlreicher langjähriger Stammspieler und dem Einbau vieler neuer, überwiegend junger Profis nicht sofort zu einem Durchmarsch in die Bundesliga führen würde.

Dennoch wächst mehr und mehr die Kritik an den Verantwortlichen. Insbesondere Trainer Holger Stanislawski, der sich mit desöfteren nicht nach nachvollziehbaren System- und Personalwechseln angreifbar macht, aber auch die für die Zusammenstellung des Kaders zuständigen sportlichen Leiter Frank Schaefer und Jörg Jakobs müssen sich mehr und mehr kritische Fragen gefallen lassen, was angesichts mehr als dürftiger Vorstellungen wie dem 0:0 gegen das Tabellenschlusslicht MSV Duisburg, bei dem es trotz 70-minütiger Überzahl nicht gelang, zwingende Chancen herauszuspielen, auch nicht verwundert.

Bei der erst seit Ende April amtierenden Kölner Führung, die den Umbruch und die Personalauswahl auf den verantwortlichen Positionen zu verantworten hat, behält man indes nach wie vor die Ruhe und ist vom eingeschlagenen Kurs überzeugt, wie Vize-Präsident Harald „Toni“ Schumacher auf der vereinseigenen Webseite betont: „Wir werden jetzt nicht unseren umfassenden Umbruch und alle Personen in Frage stellen. Ich bin lange genug im Fußballgeschäft, um zu wissen: Es gibt in dieser Situation kein Sofort-Allheilmittel, keine Wunderpille! Ich habe es schon oft betont: Das ist hier kein 100-Meter-Sprint, sondern ein Marathon. Die Voraussetzungen für unsere Arbeit ändern sich ja nicht deswegen, weil wir von der aktuellen Leistung enttäuscht sind. Der Vorstand setzt auf Ruhe und Kontinuität. Außerdem gibt es nicht mehr Geld und wir sind noch immer in der zweiten Liga.“

Verbessern sich Ergebnisse und Leistungen der Mannschaft aber nicht deutlich, dürfte spätestens auf der Mitgliederversammlung im Dezember auch der Wind für das neue Präsidium rauer werden.

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veröffentlicht von Johannes K. am 12. November
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