1:1 gegen 1. FC Nürnberg: Fehler von Manuel Neuer oder einfach unhaltbar?

Unhaltbar oder Fehler von Manuel Neuer?

(Foto: imago)

Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München hat gestern in dieser Spielzeit den ersten Punktverlust auf fremden Platz hinnehmen müssen. Nachdem Mario Mandzukic den FC Bayern in der 3. Minute in Führung brachte, schien das Spiel schnell entschieden gegen den 1. FC Nürnberg schnell entschieden. Doch der Club kämpfte sich zurück in die Partie, am Ende war es ein leistungsgerechtes Unentschieden im 57. Derby der beiden Mannschaften (1:1).

Beim Distanzschuss von Markus Feulner in der 46. Spielminute sah Bayerns Torhüter Manuel Neuer nicht besonders glücklich aus. Ein haltbarer Ball, meinten Experten. „Es war ein sehr schwieriger Ball für mich, weil er rechts an Dante vorbei geht und eine komische Flugkurve bekommt“, sagte der Nationalkeeper in die Mikrofone der „Sportschau“. Thomas Müller hingegen sprach von einem „ein ‚bissl‘ selbst eingeschenkten“ Tor, Heynckes sagte im ZDF, „wenn Manuel Neuer einen Gegentreffer kriegt, ist der immer unhaltbar“. Bei allen Diskussionen um Neuer sollte allerdings nicht vergessen werden, dass es Toni Kroos war, der mit einem schlampigen Pass die Möglichkeit der Nürnberger erst ermöglichte. Sicherlich war der Ball von Feulner dann haltbar, aber es war auch nicht einfach.

Schweinsteiger beschwert sich

Richtig angefressen nach der Partie war Bastian Schweinsteiger. „Sie haben versucht, den Schiedsrichter zu beeinflussen, zu provozieren. Es war halt nicht so richtig einfach, wenn du immer wieder einen Tritt bekommst“, so der zeitweilige Kapitän gegenüber „Sky“. „Nürnberg kann ja nicht anders.“ Dieter Hecking, Trainer des Club, sah das natürlich nicht ganz so: „Ich glaube, dass Bastian Schweinsteiger einfach enttäuscht war“. Schließlich könne man nicht einfach neben den Bayern herlaufen, „dann gewinnen sie 4:0 und alle sagen, was sie für einen tollen Fußball spielen“.

Fokus schon wieder auf der Champions League

Nach der Partie war sich die komplette Riege des FC Bayern einig, dass das Unentschieden kein Beinbruch war. Allerdings konnte Trainer Heynckes gut sehen, dass der zweite Anzug längst nicht so sitzt, wie man sich das vorgestellt hat. Weder Xherdan Shaqiri, noch Rafinha oder Anatoliy Tymoshchuk konnten überzeugen. Daher kann man wohl davon ausgehen, dass alle drei am Dienstag in der Champions League beim FC Valencia nicht in der ersten Elf stehen werden. Schließlich geht es um den Gruppensieg, der deutsche Rekordmeister möchte dadurch im Achtelfinale Krachern wie dem FC Barcelona aus dem Weg gehen.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 18. November
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