Bayern-Präsident Hoeneß schickt Kampfansage in Richtung BVB

Am Samstag gab es im Top-Spiel zwischen dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München und dem aktuellen deutschen Meister Borussia Dortmund keinen Sieger. Am Ende trennte man sich 1:1, auch wenn der FC Bayern mit dem Unentschieden sicherlich besser leben kann wie der BVB, denn der Vorsprung beträgt immer noch elf Punkte.

Wie man das Spiel sieht, bleibt sicherlich eine Ansichtssache. Die einen werden sagen, der FCB kann in der Liga nicht mehr gegen die Borussia gewinnen, die anderen werden sagen, nach dem Sieg im Supercup gewinnt der BVB nun erneut nicht gegen die Münchner. Wie dem auch sei, Bayerns Präsident Uli Hoeneß greift nach der Partie wieder in die Abteilung Attacke und gibt den Dortmundern eine Kampfansage mit. „Wir werden sie in den nächsten Jahren wieder zur Weißglut bringen“, sagte er im ZDF in Richtung des BVB. Auf die Frage eines Reporters, ob das Remis „zur partiellen Trauma-Bewältigung“ beitragen könne, antwortete Hoeneß sichtlich gereizt: „Ich kann mit so einem Käse nichts anfangen. Das müssen wir dann beim Psychiater machen.“

Müller enttäuscht

Thomas Müller ist froh, dass man weiterhin einen großen Vorsprung von elf Punkten auf Dortmund hat. „Deswegen können wir damit gut leben, wir fahren nicht unzufrieden nach Hause!“, so der Passgeber zum 1:0 gegenüber der „tz“. Aber: „Aber es tut ein bisserl weh, wir hätten sie heute packen können und es hat ein bisschen das Glück gefehlt.“ Auch Mario Gomez hat ein „gemischtes Gefühl“. Denn am Ende müsse man dieses Spiel „gewinnen mit den drei Riesenchancen. Alles in allem ist es ein 1:1, mit dem wir am besten leben können“. Karl-Heinz Rummenigge war dagegen vollends zufrieden, man habe gezeigt, dass man zu Recht Tabellenführer ist.

Schenkt Dortmund den Titel schon ab?

Sicherlich wird es das Anliegen des BVBs gewesen sein, den Abstand von elf Punkten in der Liga zu verringern. Doch das gelang bekanntermaßen nicht. Ist das jetzt wirklich ein Grund, schon zu resignieren? „Bayern ist in dieser Saison eine Klasse für sich, die sind nicht zu stoppen“, sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nach der Partie der „Bild“-Zeitung. Doch ist das nicht mehr als nur ein Ablenkungsmanöver? Immerhin holte der BVB in der vergangenen Rückrunde elf Punkte mehr als der FC Bayern. Für die Münchner wäre es daher sicherlich ein großer Fehler, sich auf dem Polster auszuruhen.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 04. Dezember
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