Bist du bereit für eine weitere „magische Nacht in Europa“ !?

Das Rückspiel des Sechszehntelfinales der Europa League bei Lazio Rom ist das wohl wichtigste Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte der Borussia. VfL-Fan Marc Schmitz aus Mönchengladbach, der selbstverständlich live vor Ort sein wird, hat seine Gedanken und Gefühle für Euch  in einem Gast-Kommentar zum Ausdruck gebracht. Für den Inhalt ist ausschließlich Marc verantwortlich.

Der letzte Auswärtssieg in einem „Uefa-Cup“ (ja, so hieß das früher noch!) -K.O-Runden-Auswärtsspiel ist durchaus ein Weilchen her. Wir schreiben den 10.09.1996. Ca. 4.000 Borussen machten sich damals auf den Weg in die britische Hauptstadt. Genauer gesagt ins altehrwürdige Highbury, damals noch die Heimat von Arsenal London.

Die Favoritenrolle lag damals sicher nicht bei unserer Borussia. Aber Tore von Andrzej Juskowiak, Stefan Effenberg und Stephan Passlack sorgten dafür, dass Borussia und ihre Anhänger damals eine dieser magischen Nächte im Europapokal erleben sollten.

Zugegeben: Unsere Ausgangssituation vor dem morgigen Rückspiel gegen Lazio Rom ist eine Andere. Eine ungleich Kompliziertere als die an jenem Septemberabend vor knapp 14 Jahren. Damals war es das Hinspiel – die Mannschaft konnte entsprechend „unbelastet“ ins Spiel gehen. Gegen die Römer ist es das Rückspiel, und der Schrecken über die 3 Gegentore im Hinspiel, insbesondere des späten 3:3, sitzen wohl so manch einem noch in den Gliedern.

Psychologisch lief dieses 3:3 auch alles andere als optimal. Zum einen zeigte sich unsere Borussia fast ausschließlich nach Standartsituationen gefährlich, und zum Anderen schienen die Römer immer dann zu treffen, wenn es gerade nötig war. Sogar noch in der Nachspielzeit und noch dazu in Unterzahl. Es scheint also auf den ersten Blick nicht allzu viel für ein Weiterkommen unserer Borussia zu sprechen, zumal die letzten Wochen in der Liga auch nicht viel Erhabenes geboten wurde. Bei genauerem Hinsehen ist aber eigentlich alles angereichtet für eine weitere magische Nacht in Europa.

Drei gute Gründe für eine erfolgreiche Eroberung der „Ewigen Stadt“:

1. Die Favoritenrolle

Diese sollten wir spätestens seit dem Hinspiel los sein, falls wir sie überhaupt jemals innehatten. Die Mannschaft kann also eigentlich ganz befreit aufspielen. Zu verlieren hat man nicht wirklich was. Scheidet man dann nach großem Kampf aus, ist es für viele wohl nicht mehr als eine Niederlage gegen einen großen Namen des europäischen Fußballs.

Die Rolle des Underdogs scheint Borussia aber seit geraumer Zeit besser zu bekommen. Auch in der diesjährigen Euro League haben große Namen wie Olympique Marseille oder Fenerbahce Istanbul den ganz großen Schrecken nicht verbreiten können. Gegen den Fußballzwerg aus Limassol hat man sich da vergleichsweise schwerer getan.

 2. Der Gegner

Zugegeben: Lazio Rom ist eine gute Mannschaft mit viel individueller Klasse. Jedoch hat gerade auch das Hinspiel die offenkundigen Schwächen dieser Mannschaft gezeigt. Und diese liegen, eigentlich für italienische Mannschaften sehr untypisch, im eigenen Strafraum. Denn wer in einem Spiel sage und schreibe drei (!!!) berechtigte Elfmeter verschuldet, den darf man wohl getrost als einigermaßen „anfällig“ in der Rückwärtsbewegung bezeichnen.

Dies gilt es auszunutzen. Vieles wird darauf ankommen, ob Borussia es schafft, schnell in die Nahtstellen zu spielen, und die durchaus anfällige Abwehr von Beginn an zu beschäftigen und unter Druck zu setzen.

 3. und wichtigster Grund: DU, ICH und weitere 9.998

Leute, ganz ehrlich: Egal wie das Ding ausgeht, das wird so oder so mal wieder einer dieser Tage, an denen ich voller Stolz das B vom Niederrhein auf der Brust tragen werde. Mit 10.000 Mann zu einem Auswärtsspiel in der Europa League – das muss uns erst mal einer nachmachen. Mit vereinten Kräften und Stimmen werden wir das Spiel im Stadio Olimpico morgen zu einem Heimspiel machen. Von der ersten bis zur letzten Minute. Und glaubt mir, die Jungs auf dem Rasen werden es spüren…

Ich hoffe wir schaffen es irgendwie in Führung zu gehen. Dann drehen wir das Ding auf links.
Also. Auf geht’s – ab geht’s! Lasst uns die Mannschaft gemeinsam tragen. Schließlich ist Rom in unserem Europapokal-Liedchen auch nur eine Zwischenstation. Vielleicht geht’s ja wirklich noch nach Rotterdam oder Mailand?!

Ach ja – für die ganz Abergläubischen unter uns hab ich sogar noch einen vierten Grund (siehe Foto: Trikot Diebels schwarz 1996)

Besondere Spiele verdienen besondere Trikots!

In diesem Sinne – wir sehen uns in der „Ewigen Stadt“ unter dem Motto:
BACK IN BLACK! – ein schwarzer Tag für Rom!

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 20. Februar
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