Bleibt Lorenz-Günther Köstner Chefcoach beim VfL Wolfsburg?

Den freien Fall hat er wieder einmal auf unglaubliche Art und Weise gestoppt. Köstner kam, sah und siegte. Mit 4:1 fiedelte seine auf sechs Positionen veränderte Truppe den kecken Aufsteiger aus Düsseldorf ab. Die Wölfe wirkten gelöst und zeigten (endlich) wieder Zähne.

Dennoch soll der inzwischen 60-jährige Fußballlehrer wider ins zweite Glied rücken. Eigentlich. Inzwischen mehren sich im Umfeld des VW-Werksklubs die Stimmen, die für eine Beförderung Köstners sprechen. Stephan Grühsem, einflussreiches Mitglied des Aufsichtsrates beim VfL, sagte gegenüber der Bild diesbezüglich vielsagend: „Wenn etwas weiterhin gut läuft – warum denn nicht..?“

Das Köstner dazu fähig ist auch längerfristig für Erfolg zu sorgen, zeigte er bereits in der Saison 2009/2010, als er den ausgeschiedenen Coach Armin Veh bei den Wölfen ersetzte und ihnen neues Leben einhauchte. Damals holte der gebürtige Oberfranke starke neun Siege und zwei Unentschieden. Köstner, dessen Vertrag am Saisonende beim Werksklub ausläuft, wäre jedenfalls bereit für die Position an vorderster Front. „Es ist doch klar, dass Bundesligatrainer der geilste Job der Welt ist“, gab er zu Protokoll, um gleichzeitig einzuschränken: „Aber ich fordere nichts.“

Gefordert sind nun die Verantwortlichen der Wölfe. Die Suche nach einem Nachfolger für Felix Magath läuft eigenem Bekunden nach sehr schleppend. „Die Findung läuft langsam an. Wir reden jetzt erst über Strategien und Profile. Unser Blatt ist noch ganz weiß“, gab Grühsem zu. In Wolfsburg täte man möglicherweise gut daran, jenes leere Blatt mit dem Namen des aktuellen Interimstrainers zu füllen. Köstner gilt als Gegenentwurf zum Alleinherrscher Magath – ein Kumpeltyp, der die Sprache seiner Spieler spricht und durchaus die Zügel in der Hand hält.

Apropos Alleinherrscher: Beim Meister von 2009 steht zudem auch noch die Suche nach einem neuen Manager auf der Agenda. Hier soll es Informationen zufolge bereits einen heiß gehandelten Namen geben. Christian Nerlinger soll demnach in Zukunft die personellen Geschicke im Hintergrund leiten und den stark aufgeblähten Kader verkleinern.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 31. Oktober
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