Borussia vs. Bayern: Heynckes macht Dante zum Abwehrchef

Im vergangenen Sommer verpflichtete der deutsche Rekordmeister FC Bayern München Dante von Borussia Mönchengladbach. Der Brasilianer, der für eine festgeschriebene Ablösesumme von geschätzten 4,6 Millionen Euro zu haben war, sollte als adäquater Ersatz den beiden arrivierten Innenverteidigern Holger Badstuber und Jerome Boateng Druck machen. Nach der Hinrunde steht fest: Dante ist ein absoluter Gewinn für den FC Bayern.

Der Brasilianer fehlte diese Saison in keinem einzigen Liga-Spiel. Das liegt aber nicht nur daran, dass Holger Badstuber mit einem Kreuzbandriss bis zum Saisonende ausfallen wird, Daniel van Buyten kaum zum Zuge kam und Jerome Boateng nicht nur wegen seines Platzverweis gegen BATE Borissow nicht ganz unumstritten ist. Ein absoluter Glücksgriff sei der 29-Jährige, so Sportvorstand Matthias Sammer gegenüber dem „kicker“. Auch Jupp Heynckes ist voll des Lobes, macht den Brasilianer zum Abwehrchef: „Er hält die Abwehr zusammen“. Der 29-Jährige sei „ein Fels“ und ein Garant „für die Sicherheit in unserer Defensive“.

Was zeichnet Dante aus?

Dante ist kein überragender Aufbauspieler wie Holger Badstuber oder technisch so versiert wie Jerome Boateng, doch der Brasilianer ist der Inbegriff der Verlässlichkeit. Auch wenn er während des Spiels immer ein bisschen „abwesend“ wirkt, so ist der 29-Jährige stets hellwach und zur Stelle, wenn es brenzlich wird. Zudem ist er „am Mann“ kaum zu überwinden. Auch sein Kopfballspiel ist ein Gewinn für den deutschen Rekordmeister, vor allem bei Offensiv-Eckbällen ist Dante immer gefährlich. Nicht zuletzt scheint er sich auch in der Mannschaft Gehör verschafft zu haben – das war auch schon in Gladbach so.

Keine Rücksicht auf Ex-Verein

Dante will am Freitag im letzten Bundesliga-Spiel der Hinrunde auch gegen sein Ex-Team aus Gladbach punkten. „Wir wollen diese tolle Führung ausbauen oder wenn möglich sogar am letzten Spieltag der Hinrunde gegen meinen ehemaligen Verein Borussia Mönchengladbach gewinnen“, wird der 29-Jährige von der „tz“ zitiert. Der Lockenkopf, der das Zeug zur Kultfigur in München hat, weiß, wie groß die Ansprüche beim Rekordmeister sind. „Wir stehen immer noch unter Druck, weil man bei Bayern konstant unter Druck spielt. Wir können hier nur jedes Spiel gewinnen, und die Fans werden nicht mit weniger zufrieden sein“, so der Abwehrspieler weiter.

Mit einem Sieg den nächsten Rekord einstellen

Für den FC Bayern geht es am Freitag möglichst die Pause mit einem guten Gefühl einzuläuten. Auch wenn es am Mittwoch drauf noch einmal im Pokal gegen den FC Augsburg geht, steht die Liga im Fokus, denn man möchte den 11-Punkte-Vorsprung auf Bayer Leverkusen und vor allem die 14 Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund wahren. Sollte das gelingen, würde man mit 44 Punkten die beste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte gespielt haben. Aber: Gladbach scheint wieder in Form zu kommen, vor allem Juan Arango ist derzeit in einer überragenden Form und der Mann für die speziellen Tore. Schon in der vergangenen Spielzeit konnten die Fohlen drei Punkte aus München mitnehmen, der FC Bayern sollte gewarnt sein.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 14. Dezember
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