FC Bayern in Lauerstellung: Borussia Dortmund und Robert Lewandowski vor Trennung im Sommer?

Im vergangenen Sommer suchte der FC Bayern München händeringend nach einer Alternative zu Mario Gomez. Zwar ist der Angreifer die Tormaschine in Person, doch hinter dem deutschen Nationalspieler klaffte eine große Lücke. Weder Ivica Olic noch Nils Petersen waren ein adäquater Ersatz, wenn der 27-Jährige nicht ran konnte.

Schnell fiel die Wahl auf Robert Lewandowski von Borussia Dortmund. Der Pole hatte mit 22 Treffern maßgeblichen Anteil am Gewinn der deutschen Meisterschaft. Doch ein Problem stand dem Projekt „Transfer nach München“ im Weg: Das NEIN des BVB. Der Angreifer hat in Dortmund noch einen laufenden Vertrag bis 2014. Auch wenn seine Berater in der Öffentlichkeit immer wieder mit einem Abschied ihres Klienten kokettieren, schlossen die Bosse des BVB einen Wechsel immer wieder kategorisch aus.

Doch diese Entscheidung scheint nicht für den kommenden Sommer zu gelten. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte nun gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Spiegel”: „Wenn Robert seinen Vertrag bis zum Ende der Saison nicht verlängert, dann machen wir es wie immer: Wir setzen uns zu dritt zusammen und diskutieren über das weitere Vorgehen. Das Ergebnis ist dabei völlig offen.” Hintergrund ist der 2014 auslaufende Vertrag des Angreifers.

Sollte man den Kontrakt nicht verlängern können, wäre der Stürmer 2014 ablösefrei – das gilt es zu verhindern. Ähnlich ging man auch bei Shinji Kagawa vor, der ebenfalls seinen Vertrag nicht verlängern wollte. Am Ende wechselte der Japaner für um die 15 Millionen Euro zu Manchester United. Der BVB reagierte und verpflichtete als Ersatz Marco Reus – kein schlechter Deal.

Hat der FC Bayern überhaupt noch Interesse?

Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge erklärte angesprochen auf Marco Reus, das Rennen um den Nationalspieler hatte man im Sommer verloren, gegenüber „Bild”, kein Interesse an ihm zu haben: „Wir sind in der Offensive perfekt besetzt.“ Rummenigge sagte weiter: „Außerdem bin ich kein Freund davon, Spieler nur zu kaufen, um die Konkurrenz zu schwächen. Wir werden keinen Spieler von Dortmund kaufen, nur um den BVB zu schwächen. Im Gegenteil: Dieser Zweikampf führt dazu, dass beide Teams noch besser werden.” Ob das nun auch auf Lewandowski zutrifft, der als moderner Stürmer gilt, der technisch sehr versiert ist und mitspielen kann, ist nicht bekannt. Zwar hat man mit Mario Gomez, Mario Mandzukic und Claudio Pizarro drei herausragende Angreifer im Kader, doch Pizza ist schon 34 Jahre alt, Mandzukic muss seine Klasse erst über einen längeren Zeitraum beweisen und Gomez gilt des öfteren als Hemmschwelle eines ausgewogenen Angriffsspiels – der 27-Jährige hat teilweise Defizite im technischen Bereich.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 11. November
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