Kaderplanung bei Borussia M`Gladbach: Max Eberl plant den langfristigen sportlichen Erfolg

Stellt die weichen für eine erfolgreiche Zukunft: Max Eberl - Sportdirektor der Borussia...

(Foto: Imago)

Tony Jantschke, Havard Nordtveit und Martin Stranzl – alle drei vereint die Tatsache unantastbare Stammspieler der Mannschaft von Trainer Lucien Favre zu sein. Nicht nur das. Für viele überraschend verlängerte das Trio ihre Verträge mit dem Verein. Damit beweist Sportdirektor Max Eberl nicht nur Überzeugungsarbeit, die es gerade im Fall Stranzl gebraucht haben dürfte, sondern auch eine große Portion Weitsicht.

Überraschende Vertragsverlängerungen

Rechtsverteidiger Tony Jantschke (22) verlängerte seinen Vertrag am Dienstag vorzeitig bis zum 30. Juni 2015 mit einer vereinsseitigen Option für ein weiteres Jahr. Klares Statement des U21-Nationalspielers: „Ich habe hier noch einiges vor“. Ebenfalls recht überraschend kam die Erweiterung der Zusammenarbeit mit dem Norweger Havard Nordtveit (22).

Der defensive Mittelfeldspieler, für den es einige Interessenten auf der Insel geben soll (u.a. der FC Liverpool), unterschrieb einen Kontrakt bis zum Sommer 2016. „Es war eine leichte Entscheidung und ich freue mich, dass ich bei Borussia verlängert habe“, sagte er gegenüber Borussia.de und ergänzte: „Wir haben eine junge Mannschaft mit sehr viel Potenzial. Ich glaube, dass wir uns dauerhaft im oberen Tabellendrittel der Bundesliga etablieren können.“

Gladbach eine gute Adresse

Die Gründe sind also einfach wie klar. Gladbach ist wieder eine gute Adresse im deutschen Fußball. Nicht zuletzt durch die Teilnahme am europäischen Geschäft stimmt die Perspektive gerade für junge Spieler wie Tony Jantschke und Havard Nordtveit. In Mönchengladbach dürfen sie ihr Talent entwickeln – vor allem in jungen Jahren ist es wichtig, regelmäßige Spielanteile zu bekommen.

Gladbachs Rechtsverteidiger und der immer stärker agierende 22-jährige norwegische Nationalspieler sind in Gladbach ohnehin in guter Gesellschaft. Sportdirektor Max Eberl stellt den Kader schon seit einigen Jahren auf gesunde und vor allem entwicklungsfähige Füße. Hochtalentierten jungen Spielern wird am Niederrhein das Vertrauen geschenkt, welches mit langfristigen Verträgen unterfüttert wird.

So darf man den aktuellen Kader der Borussia durchaus als zukunftsträchtig bezeichnen. Das Gerüst für die kommenden Jahre steht – trotz diverser prägnanter Abgänge im vergangenen Sommer. Marc-André ter Stegen (20 Jahre, Vertrag bis 2015), Tony Jantschke (22, 2015 + Option), Alvaro Dominguez (23, 2017), Havard Nordtveit (22, 2016), Granit Xhaka (19, 2017), Patrick Herrmann (21, 2014 + Option), Branimir Hrgota (19, 2016), Peniel Mlapa (21, 2016), Luuk de Jong (22, 2017) – sie alle stehen stellvertretend für eine möglicherweise rosige Zukunft von Borussia Mönchengladbach.

Eberl plant die Zukunft

Gut möglich, dass diese Liste in den kommenden Wochen und Monaten noch von dem ein oder anderen Gesicht komplettiert wird. Sei es durch talentierte sowie ambitionierte Neuzugänge (Michel, Kirchhoff) oder die Vertragsverlängerung einiger „Jungfohlen“. Diesbezüglich stehen allen voran Julian Korb (20) und Amin Younes im Fokus. Die Arbeitspapiere der Mittelfeldspieler enden im kommenden Sommer. Zudem könnten Alexander Ring und Tolga Cigerci, die beide von ihren Stammvereinen nur geliehen sind, ihre sportliche Heimat langfristig im Borussia-Park finden. Bei Letztgenanntem steht allerdings noch eine horrende Kaufoption im Raum. Der ehemalige Wolfsburg-Macher Felix Magath bezifferte diese einst bei rund vier Millionen Euro – eine Summe die, die Borussia wohl nicht annähernd zahlen wird.

Sportdirektor Max Eberl plant also den langfristigen sportlichen Erfolg. Zusammen mit Erfolgstrainer Lucien Favre (ebenfalls Vertrag bis 2015) sucht er diesbezüglich noch nach dem letzten Pfiff, den der aktuelle Kader benötigt, um neben der Effektivität auch noch höchst attraktiven Fußball zu bieten. Auf der Verbindungsposition zwischen Mittelfeld und Sturmzentrum drückt noch der Schuh. Spielstark, variabel und vor allem schnell muss der neue Mann sein.

Viele Namen – Eberl arbeitet in Ruhe

Große finanzielle Sprünge sind nach den Investitionen im Sommer verständlicherweise nicht drin. So soll man in Gladbach in Erwägung ziehen den jungen Finnen Joel Pohjanpalo (18) trotz dessen Verletzung im Winter an den Niederrhein zu lotsen. Auch der Name Alexander Esswein (1.FC Nürnberg) fällt derzeit immer wieder im Zusammenhang mit Borussia Mönchengladbach.

Der 22-Jährige, der beim Club noch einen Vertrag bis 2014 besitzt, dürfte allerdings nur schwerlich zu bekommen sein. Wie auch immer: Max Eberl arbeitet ohnehin im Stillen und in Ruhe am Erfolg der Borussia. Wenn es etwas zu vermelden gibt, wird es Gladbachs Manager schon tun. So wie in den vergangenen, so erfolgreichen Tagen.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 19. Dezember
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