Mögliche Wintertransfers bei Bor. M’gladbach: Pohjanpalo, Sylvestr oder doch ein alter Bekannter?

Kommt bei Chelsea nicht zum Zug und soll möglicherweise verliehen werden - Ex-Borusse Marko Marin

(Foto: imago)

Bei Borussia Mönchengladbach läuft längst noch nicht alles rund. Lucien Favre ist weiter auf der Suche nach der Geschwindigkeit und der nötigen Kreativität im Spielaufbau. Am erfolgserprobten Spielsystem der vergangenen Spielzeit hält der Romand fest – obwohl ihm dazu ganz offensichtlich ein ganz bestimmter Spielertyp fehlt.

Nein, Marco Reus, der vor der Saison den Verein verließ, ist nicht zu ersetzen. Der Dortmunder ist eine absolute Ausnahmeerscheinung und der wohl aktuell spielstärkste deutsche Offensivspieler. Dennoch wurde im Sommer versäumt, einen zumindest ähnlichen Spielertypen zu verpflichten der, der Mannschaft zeitnah weiterhelfen kann. Luuk de Jong, Branimir Hrgota und Peniel Mlapa – sie alle vereint eine Tatsache: Sie sind gänzlich andere Spielertypen.

Herrmann fehlt (noch) das gewisse Etwas

Einzig Patrick Herrmann kommt annähernd als Alternative infrage. Selbstredend kommt der 21-Jährige seit einigen Wochen auch auf fraglicher Position zum Einsatz. Doch Herrmann ist vom Typ her anders. Der U21-Nationalspieler ist nicht dieser dominante Motor seines Teams. Ihm gelingt an guten Tagen beinahe alles – an normalen Tagen bleibt der gebürtige Saarländer allerdings ein Mitläufer, dem es nicht gelingt, seine Mitspieler zu inspirieren.

So läuft hinter den Kulissen bereits die Suche nach einem schnellen, wendigen und spielstarken Offensivspieler. Der junge Finne Joel Pohjanpalo von HJK Helsinki ist einer der Kandidaten. Der 18-Jährige, der vor allem mit starken Leistungen in der Champions-League-Qualifikation auf sich aufmerksam machte, soll schon seit zwei Jahren auf der Scoutingliste der Borussia stehen. Max Eberl, so heißt es, ist von den Qualitäten des „finnischen Wunderkinds“ absolut überzeugt. Ein Transfer im Winter gilt in Finnland als sicher.

Gladbach oder Leverkusen?

Ob der U21-Nationalspieler letztlich in Mönchengladbach landet, bleibt indes abzuwarten. Neben der Borussia soll auch Bayer Leverkusen gesteigertes Interesse an einer Verpflichtung haben. Beim Werksklub hat Pohjanpalo, der am vergangenen Wochenende die Spiele der Borussia und Bayer Leverkusen besucht hat, in Sami Hyypiä einen prominenten Führsprecher im Trainerteam.

In Gladbach ist der Finne derweil nicht der einzige Name für einen möglichen Wintertransfer. Neben Aues Jakub Sylvestr, könnte möglicherweise auch ein alter Bekannter ein Thema werden – Marko Marin. Aus dem Umfeld Chelsea Londons ist zu hören, das man sich vorstellen kann, Marin im Winter an einen Klub zu verleihen, der ihm Spielpraxis garantieren kann. Dessen Entdecker – Max Eberl – wird die Qualitäten des kleinen Dribblers, der beim Champions-League-Sieger überhaupt keine Rolle spielt, nicht vergessen haben.

Mit Marin muss man sich beschäftigen

Am Niederrhein würde man etwas gänzlich falsch machen, sollte man sich mit der Personalie nicht zumindest auseinandersetzen. Der ehemalige Nationalspieler könnte der Borussia die fehlenden Impulse verleihen und für die nötige Geschwindigkeit sorgen. Talente á la Joel Pohjanpalo laufen im Borussia-Park bereits zu genüge herum. Was die Mannschaft von Lucien Favre braucht, ist ein Spieler, der das Team sofort weiterbringt. Marko Marin wäre ohne Zweifel ein solcher.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 06. November
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