Lucien Favre: „Wir müssen gewinnen, das ist klar“

Lucien Favre weiß: Gegen Limassol zählt nur ein Sieg...

(Foto: Imago)

Die gute Nachricht vorweg: Borussia Mönchengladbach kann bereits am Donnerstagabend den Einzug in die nächste Runde der Europa League erreichen. So weit, so positiv. „Es wird nicht so leicht, wie manche vielleicht denken“, entgegnet Fohlen-Coach Lucien Favre und meint damit die Rahmenbedingungen.

Gegen den Außenseiter AEL Limassol muss ein Sieg her – zwingend. Dann hat die Borussia weiterhin alles in der eigenen Hand. Gewinnt die Fohlenelf vom Niederrhein bei zeitgleichem Sieg von Fenerbahce Istanbul in Marseille, hätte man nach der Partie allen Grund zu feiern. Sollten die Franzosen allerdings punkten, gäbe es derweil ein weiteres Endspiel für Borussia Mönchengladbach. Dann stände man am Nikolaustag beim Gastspiel in Istanbul gehörig unter Druck.

AEL Limassol hat Qualität

Und so tun Verantwortliche und Spieler gut daran ausschließlich auf die Geschehnisse auf dem grünen Rasen des Borussia-Parks zu schauen. Limassol, das nicht mehr um den Einzug in die nächste Runde kämpft, ist weitaus schwieriger zu spielen, als es der Tabellenplatz aussagt. „Die haben durchaus ihre Qualitäten“, weiß Patrick Herrmann um deren Stärken. Wohlwissend um die 90 Minuten des Hinspiels auf der drittgrößten Mittelmeerinsel.

Sein Trainer Lucien Favre schaut derweil nur auf seine eigene Mannschaft. „Wir müssen gewinnen, das ist klar“, sagte der Romand im Rahmen der Pressekonferenz, um gleichzeitig den mahnenden Finger zu heben: „Aber dabei dürfen wir nicht vergessen, Fußball zu spielen und zu verteidigen.“ Vor allem bei Standards droht Gefahr. Limassol gilt als ungemein stark bei ruhenden Bällen.

Spiel könnte von Taktik geprägt werden

Es verspricht also ein interessanter Fußballabend zu werden. Nicht unbedingt für Freunde des gepflegten Offensivfußballs, sondern vielmehr für Taktikfetischisten.  Die Zyprer werden versuchen aus einer massierten Defensive und ihrer Kompaktheit immer wieder gezielte Nadelstiche zu setzen – eine Spielweise, die der Borussia nicht gerade besonders liegt.

Für Offensivspieler Patrick Herrmann ist die Rechnung indes ganz einfach: „Wir sind heiß aufs Spiel, weil wir es aus eigener Kraft schaffen können. Die Herangehensweise ist ganz einfach: Ein Tor mehr erzielen.“ Wenn dann noch das Ergebnis in Marseille zugunsten der Borussia ausgehen sollte, winkt eine rauschende Pokalnacht und man hätte die Gewissheit, auch im kommenden Jahr noch durch Europa reisen zu dürfen.

Mögliche Aufstellung:

Borussia Mönchengladbach:

ter Stegen – Stranzl, Brouwers, Dominguez, Wendt – Marx (Xhaka), Nordtveit – Rupp, Arango – Herrmann – Hanke (de Camargo)

AEL Limassol:

Degra – Airosa, Dosa Junior, Parpas, Maykon – Dede, Nicolaou – Rui Miguel – Edmar, Vouho, Gilberto

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 22. November
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