DFB: FC St. Pauli muss Heimspiel ohne Zuschauer austragen

Was sich bereits am gestrigen Donnerstag, als der Kontrollausschuss des DFB seinen Strafantrag stellte, andeutete, ist nun Gewissheit. Der FC St. Pauli muss nach dem am vergangenen Freitag infolge eines Bierbecherwurfs auf Assistent Thorsten Schiffner abgebrochen Spiel gegen den FC Schalke 04, das inzwischen mit 0:2 für die Gäste aus Gelsenkirchen gewertet wurde, ein Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

Dem Verein wurde vom Kontrollgremium „mangelnder Schutz des Schiedsrichter-Assistenten und fortgesetztes unsportliches Verhalten“ vorgeworfen, das nun zu dem Urteil des Sportgerichts führte, obwohl der FC St. Pauli noch am Donnerstag in Person von Sportchef Helmut Schulte um ein gnädiges Urteil gebeten hatte, das Unheil aber schon kommen sah.

Betroffen ist nun vermutlich das nächste Heimspiel der Kiez-Kicker gegen den SV Werder Bremen am 23. April. Neben dem finanziellen Verlust in Höhe von geschätzt einer Million Euro durch entgehende Zuschauereinnahmen, befürchtet Co-Trainer Andre Trulsen auch einen negativen Einfluss auf die Akteure auf dem Platz: „Die ganze Sache ist sehr ärgerlich, aber wir müssen das wohl hinnehmen. Ohne unsere Fans im Abstiegskampf gegen einen direkten Mitkonkurrenten zu spielen, ist ein schwerer Nachteil für uns.“

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veröffentlicht von Johannes K. am 08. April
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