Erzgebirge Aue: Stürmersuche aufgeschoben, aber wohl nicht aufgehoben

Nur der FC St. Pauli, der MSV Duisburg und der VfL Bochum haben nach neun Spieltagen der 2. Bundesliga noch weniger erzielt als der FC Erzgebirge Aue, dessen Fans bislang bescheidene siebenmal jubeln durften. Auch wenn es beim jüngsten 3:1 gegen den SSV Jahn Regensburg eine klare Aufwärtstendenz gab, verwundert es daher nicht, dass die Verantwortlichen im Erzgebirge nach einem zusätzlichen Stürmer Ausschau halten.

Nachdem sich von der „Bild“ geschürte Gerüchte um den ehemaligen Angreifer des FC Schalke 04 und des Hamburger SV, Emile Mpenza, als Ente erwiesen haben, stellte sich von Mittwoch bis Freitag Bakary Diakité im Probetraining vor, konnte Trainer Karsten Baumann aber nicht restlos von sich überzeugen. Folglich teilte Sportdirektor Steffen Heidrich am Freitag mit, dass der frühere malische Nationalstürmer keinen Vertrag erhält.

Bis auf Weiteres müssen es also die vorhandenen Angreifer richten, von denen vor allem Jakub Sylvestre über großes Potential verfügt aber noch effektiver werden muss, wie der Blick auf bislang lediglich zwei Saisontreffer zeigt. Jeweils erst ein Tor auf dem Konto haben Ronny König und Halil Savran, die in der Vergangenheit schon gezeigt haben, über einen gewissen Torinstinkt zu verfügen, aber in dieser Saison noch nicht wirklich überzeugen konnten. Weil der junge Andreas Wiegel noch etwas Zeit benötigt und die Rückkehr des langzeitverletzten Routiniers Enrico Kern nicht absehbar ist, ist davon auszugehen, dass der FC Erzgebirge seine Stürmersuche in den kommenden Wochen noch einmal intensiviert und im Winter noch einmal tätig wird, sofern bei Sylvestre, König und Co. bis dahin nicht der Knoten platzt.

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veröffentlicht von Johannes K. am 14. Oktober
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