Europapokal-Kracher gegen Lazio Rom: „Es wird ein spannendes Spiel“

Borussia Mönchengladbach empfängt am Donnertag im Borussia-Park das Team von Lazio Rom. Ein Match, auf das eine ganze Region hin fiebert. Obwohl mit Olympique Marseille und Fenerbahce bereits zwei Mannschaften mit ausgewiesener internationaler Klasse ihre Visitenkarte am Niederrhein abgaben, ist Lazio der erste echte Europapokal-Kracher seit über 16 Jahren.

 

 

 

Nur wenige Tage nach dem rheinischen Karnevalshöhepunkt ist in Mönchengladbach alles auf ein großes Spiel vorbereitet. Der Borussia-Park wird zum Anpfiff (21.05 Uhr) im Flutlicht erstrahlen und rund 47.000 Zuschauer bis zum Zerbersten geradezu elektrisiert sein. Gladbach gegen Lazio Rom – es ist alles für eine heiße Europapokal-Nacht vorbereitet.

Lazio keine Laufkundschaft

Vergessen ist dann die fußballerische Magerkost gegen Bayer 04 Leverkusen, vorbei der Druck des Ligaalltags. Lazio vor der Brust, dass Achtelfinale vor Augen – mit den Zuschauern im Rücken wird die Mannschaft von Trainer Lucien Favre alles ihr Mögliche in die Waagschale werfen. Das wird sie auch müssen, denn der Tabellendritte der italienischen Serie A ist nicht gerade als Laufkundschaft des europäischen Fußballs bekannt. Mit Federico Marchetti, Antonio Candreva (beide Italien), Senad Lulic (Bosnien-Herzegowina), Marius Stankevicius (Litauen), Stefan Radu (Rumänien), Lorik Cana (Albanien), Álvaro González (Uruguay), Ogenyi Onazi (Nigeria), Hernanes (Brasilien), Louis Saha (Frankreich) sowie Miro Klose (Deutschland) verfügen die Römer über eine Reihe von gestandenen A-Nationalspielern.

Letzterer steht aufgrund eines Außenbandanrisses im Knie für die Spiele gegen den VfL nicht zur Verfügung. Für Lazio eine herbe Schwächung. Klose gilt im Kader des Schweizer Trainers Vladimir Petkovic, der im Übrigen liebend gerne Gladbachs Edelreservist Granit Xhaka verpflichten würde, neben dem Brasilianer Hernanes als der Schlüsselspieler des Klubs. Was für Borussias Hintermannschaft durchaus positiv zu bewerten ist, dürfte für den ein oder anderen Fan eher eine traurige Nachricht gewesen sein. Nationalmannschafts-Held Miro Klose hätte dem hoffentlich glanzvollen Abend sicher gut getan.

Favre mit Respekt

Für Lucien Favre wird diese Personalie kaum eine gesteigerte Rolle spielen. Den Romand interessieren naturgemäß nur die eigenen Personalien und Leistungen. „Es wird ein spannendes Spiel. Wir spielen gegen eine sehr gute Mannschaft, die über viel individuelle Qualität verfügt“, zeigte Favre im Rahmen der PK durchaus Respekt vor dem kommenden Gegner. „Wir müssen eine Top-Leistung bringen, defensiv und offensiv.

Diesbezüglich kommt für ihn bis zum Anpfiff eine Menge Arbeit zu. Vor allem im Aufbauspiel nach vorne hapert es bei der Borussia aktuell weiter gewaltig. Die leichten Ballverluste von Tolga Cigerci, Havard Nordtveit und Co. zwingen die aufrückende Abwehr immer wieder in die Knie. Nicht zuletzt deshalb schluckten die Fohlen zuletzt gegen Bayer Leverkusen drei ganz bittere Pillen.

„Wollen möglichst kein Tor kassieren“

Zudem muss Gladbachs Coach auf einige Offensivkräfte verzichten. Nach dem Last-Minute-Verkauf von Igor de Camargo fehlen Lucien Favre nun verletzungsbedingt auch Peniel Mlapa (Muskelfaserriss) und Branimir Hrgota (Außenbandriss). Wieder mit von der Partie ist derweil Thorben Marx. Er wird erwartungsgemäß an der Seite von Havard Nordtveit auf der Doppelsechs agieren.

Mit Marx soll die gegen Bayer Leverkusen verlorengegangene Sicherheit in der Defensive zurückkehren, um im heimischen Borussia-Park bereits die Weichen für den Einzug ins Achtelfinale zu stellen. „Wir wollen ein gutes Resultat erzielen, das uns für das Rückspiel alle Chancen lässt, und möglichst kein Tor kassieren“, gibt Trainer Lucien Favre dahingehend den Matchplan vor und signalisiert zeitgleich große Zuversicht: „Wir glauben an uns“.

Voraussichtliche Aufstellung:

Ter Stegen – Wendt – Dominguez – Stranzl – Jantschke, Marx – Nordtveit – Arango – Cigerci (Ring), Herrmann – de Jong

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 13. Februar
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