Favre warnt: „Wir müssen schneller spielen“

Am 29. März 1997 standen sich die Borussia und Fortuna Düsseldorf zum letzten Mal auf Mönchengladbacher Territorium gegenüber. Mit 2:0 gewann der VfL wenig glanzvoll gegen den unbeliebten Nachbarn aus der Landeshauptstadt. Torschützen damals: Ioan Lupescu per Foulelfmeter und ein gewisser Jörgen Pettersson.

Mit einem glanzlosen 2:0-Heimsieg wie anno 1997 dürften die Borussen auch am Samstag mehr als zufrieden sein. Die Vorzeichen für einen fußballerischen Leckerbissen stehen alles andere als gut. Dem schwachen 0:0 im Hinspiel folge für die Gladbacher im DfB-Pokal ein 0:1 nach Verlängerung – trotz spielerischer Überlegenheit. In insgesamt 210 Minuten konnte man dem rheinischen Nachbarn keinen einzigen Treffer einschenken.

Düsseldorf ist schwer zu spielen

Nicht zuletzt deshalb weiß Fohlen-Coach Lucien Favre um die Schwere der Aufgabe gegen die Fortuna. „Sie sind schwer zu spielen. Wir müssen Geduld haben, die Lücke zu finden. Düsseldorf hat 1:1 in Dortmund gespielt, sie sind bei Kontern gefährlich und das müssen wir alle zusammen beherrschen“. Düsseldorfs Matchplan dürfte klar sein: Tief stehen und keinen Meter Rasen des Borussia-Parks kampflos hergeben. Doch auch im Spiel nach vorne besitzt der Aufsteiger allen voran mit Ken Ilsö und dem schnellen Robbie Kruse durchaus Qualitäten.

Allesamt Dinge, die Favre nur am Rande interessieren dürften. Der Schweizer schaut wie gewohnt nur auf die eigenen Möglichkeiten. „Ich weiß nicht, wie ein Spiel sich entwickeln wird“, antwortete er auf die Frage, in welcher taktischen Grundordnung er seine Schützlinge in das Nachbarschaftsduell schicken wird. „Im Vergleich zu Hoffenheim müssen wir schneller spielen“, hielt Favre fest. Wohlwissend um eine sich ähnlich stellende Aufgabe wie beim trostlosen 0:0 im Kraichgau. Es ist nichts Neues das sich die Borussia vor allem dann schwer tut, wenn sie das Spiel gegen einen dicht gestaffelten Gegner selbst in die Hand nehmen muss. Ob 4-4-2 oder 4-3-3 – ein starres Spielsystem wird es ohnehin nicht geben. Das Konstrukt der Borussia sei alles in allem „flexibel“ erklärte Lucien Favre.

De Jong hat noch eine Rechnung offen

Ein wenig im Fokus stehen dürften am Samstag Patrick Herrmann und Luuk de Jong die gegen Hoffenheim beide in der Luft hingen. Letzteren nahm Favre in Schutz. „Er hat lange nicht gespielt und braucht die Automatismen mit den anderen“, bat der Schweizer um ein wenig Geduld mit seinem Stürmer um letztlich Herrmann, Juan Arango und Co. in die Pflicht zu nehmen: „Die Offensivspieler müssen es insgesamt besser machen, vor allem der letzte Pass muss kommen.“

Egal ob Borussia Mönchengladbach das Nachbarschaftsduell gegen Fortuna Düsseldorf knapp und „dreckig“ gewinnt oder entgegen aller Vorzeichen ein fußballerisches Feuerwerk abbrennt: Wichtig sind nur die drei Punkte, will man den Anschluss an die oberen Plätze weiter wahren. Sturmer Luuk de Jong dürfte zur unglücklichen Niederlage im DfB-Pokal eine weitere Rechnung offen haben. Im Hinspiel parierte Fortuna Keeper Fabian Giefer einen perfekt getimten Seitfallzieher des Niederländers geradezu sensationell. Wer weiß, wie die Hinrunde für den Neuzugangr verlaufen wäre, wenn im dieses Tor geglückt wäre.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Borussia: ter Stegen, Wendt – Dominguez – Brouwers – Jantschke, Marx – Nordtveit – Arango – Cigerci, Herrmann – de Jong

Es fehlen: Ring (Kapseldehnung), Stranzl (Grippe)

Fortuna: Giefer, van den Bergh – Juanan – Bodzek – Levels, Lambertz – Fink – Tesche– Ilsö – Kruse, Reisinger

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 24. Januar
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