FC Bayern gegen Inter Mailand: Rangeleien nach Spielende

Gestern Abend sollte es ein besonderer Abend werden für den in der Spielzeit so unglücklich agierenden deutschen Rekordmeister. Doch dann wurde es doch nur ein ganz normaler Abend, dessen Ergebnis sich nahtlos in die lange Liste der desaströsen Auftritte des FC Bayern München einreihen kann. Die Rothosen beherrschten den Rivalen aus Mailand nach Belieben, führten zur Halbzeit verdient mit 2:1 durch Gomez und Müller.

Doch in der 2. Halbzeit stellten die Münchener das Fussballspielen nahezu ein, ließen jegliche Laufbereitschaft vermissen und der Gegner schöpfte plötzlich Mut. Inter wie aufgedreht, mit brandgefährlichen Nadelstichen durch vor allem Eto´o und Pandev, hinten lief der starke Ex-Bayer Lucio fast jeden Ball ab. So kam es, wie es kommen musste: erst Sneijder, dann Pandev erzielten beide (!) aus halblinker Position die Treffer für die Blau-Schwarzen. Kurz danach war auch schon Schluss, die Bayern verhünern das Viertelfinale!

Doch so recht wollten die Spieler noch nicht in den Kabinengang. Millionen von Fernsehe-Zuschauern sahen einen wütenden Bastian Schweinsteiger, der nicht zu beruhigen war. Der Nationalspieler wurde angeblich vom Inter-Reservisten und Dauerchaoten Marco Materazzi provoziert, laut Schweinsteiger auch schon vor dem Spiel. Zu schweren Rangeleien kam es jedoch nicht, die Streithähne wurden von Mitspielern getrennt. Zur Erinnerung: schon 2006 sorgten die Provokationen von Materazzi im WM-Finale zwischen Frankreich und Italien für ein vorzeitiges Karriereende von Zinedine Zidane, der dem Italiner eine Kopfnuss verpasste, weil dieser Zidanes Schwester übel beleidigt hatte.

Für einen versöhnlichen Abschluss des Abends sorgte dann Inters japanischer Verteidiger Yuto Nagatomo, indem er die Fahne seines Heimatlandes in alle Richtungen zeigte. Wenn man die Katastrophe in Japan betrachtet, sieht man, wie unwichtig und nebensächlich ein Fussballspiel ist.

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veröffentlicht von Arthur Brühl am 16. März
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