FC Bayern München: Javier Martínez zeigt ansteigende Form

Javier Martínez kommt in Tritt.

(Foto: imago)

Als der deutsche Rekordmeister im Sommer den Spanier Javier Martínez für sage und schreibe 40 Millionen Euro als Bilbao holte, waren viele Experten skeptisch. Zwar ist der defensive Mittelfeldspieler einer der besten der spanischen Liga gewesen, doch eine solche Summe investiert man in der Regel nur in die Offensive.

Dementsprechend skeptisch wurde der 24-Jährige beäugt. Martínez konnte seine Kritiker zunächst auch nicht verstummen lassen. Da sich sein Transfer über Wochen hinzog, ließ in Bilbao nicht mit der Mannschaft trainieren, sondern schickte ihn zum Einzeltraining. Als der Transfer dann über die Bühne ging, waren nicht nur alle Beteiligten froh darüber, sondern für den Spieler ging es sofort darum, seine Defizite auszumerzen. Trainer Jupp Heynckes begann, Martínez behutsam aufzubauen. Nach einigen Kurzeinsätzen gab er ihm nach und nach mehr Einsatzzeit. Doch so richtig überzeugen konnte der Mittelfeldspieler nicht.

Wende gegen Lille?

Am Mittwoch ließ Heynckes seinen Wunschspieler wieder einmal von Beginn an ran. Er sollte dafür belohnt werden, denn Martínez, auch wenn kaum gefordert, zeigte seine Klasse – vor allem wenn es nach Präsident Uli Hoeneß geht. „Stealing balls, würde der Engländer sagen, das habe ich als Fachmann gesehen“, wird Bayerns Präsident von der „Bild“-Zeitung zitiert. Auch Heynckes war zufrieden: „Seine Leistungskurve geht nach oben.“

Zuletzt gab es Kritik

Martínez wurde noch vor einer Woche vom Trainer scharf kritisiert. Nach dem Pokal-Spiel gegen Kaiserslautern soll Heynckes in der internen Nachbesprechung jeden Spieler gelobt haben – den Basken, der als Innenverteidiger agierte, dagegen nicht. Dem schrieb er ins Stammbuch auf Spanisch: „Da muss mehr kommen. Du hast fast wie ein Libero gespielt. Das ist nicht, was ich von dir will.“ Offenbar hat der 67-Jährige sein Ziel erreicht und die letzten paar Prozent aus dem Spieler „gekitzelt“.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 09. November
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