Uli Hoeneß in Angriffslaune: Zwanziger und 1860 München im Visier

„Mein Geduldsfaden ist angespannt wie lange nicht. Es dauert nicht mehr lange, bis er reißt“, sagte Hoeneß laut "tz".

(Foto: imago)

Am gestrigen 15.11. war es mal wieder soweit: Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München lud zur Jahreshauptversammlung. Erwartungsgemäß war es mal wieder ein Jahr voller Rekorde für Deutschlands Vorzeigeklub. Angesichts der guten Zahlen war Präsident Uli Hoeneß natürlich überglücklich, was ihn wohl dazu verleitete, eine seiner berühmt berüchtigten Attacken loszulassen. Getroffen hat es nicht nur Ex-Trainer Louis van Gaal und Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger, auch der TSV 1860 München bekam sein Fett weg.

„Mein Geduldsfaden ist angespannt wie lange nicht. Es dauert nicht mehr lange, bis er reißt“, zitiert die „tz“ Hoeneß von der Jahreshauptversammlung. „Ich muss mich fast jeden Tag unglaublich zusammennehmen, um diese teilweise sehr unsachlichen Kommentare von Leuten, die es wirklich besser wissen müssten, noch zu akzeptieren. Und ich hoffe, dass mir das auch weiterhin gelingt.“

Zudem betonte er, dass der Klub derzeit eine „Oase der Ruhe“ sei, die man nicht einmal durch die Eröffnung von „Nebenkriegsschauplätzen“ stören könne. Wen Hoeneß da meint, scheint klar: Theo Zwanziger. Aber auch Ex-Coach Louis van Gaal war Ziel des Präsidenten: „Selbst Querschüsse aus Holland oder aus Altendiez können diesen Verein nicht aus der Ruhe bringen“. Sowohl der ehemalige Bayern-Trainer van Gaal als auch Ex-DFB-Boss Zwanziger hatten zuletzt deutlich Kritik über Hoeneß Führungsstil beim deutschen Rekordmeister geübt.

TSV 1860 im Visier

Begonnen hatte Hoeneß übrigens mit einem kleinen Giftpfeil in Richtung TSV 1860 München. Er habe mit großem Interesse gelesen, dass 1860 daran interessiert sei, ein eigenes Stadion zu bauen. „Dazu gilt nach wie vor mein Angebot, dass wir am Tage des Auszugs mit der Blaskapelle aus dem Stadion ziehen, mit mir an der Spitze“, sorgte Hoeneß für ein großes Gelächter im Saal. Zuvor hatte schon Karl-Heinz Rummenigge das Thema angeschnitten, die aufkommenden Pfiffe verstummten aber schnell wieder, als Rummenigge erklärte: „Es gibt Gutes zu berichten: Der Mieter hat alle Verbindlichkeiten beglichen und auch die Miete pünktlich überwiesen.“

Die Zahlen im Überblick

Zahlen wurden übrigens gestern auch noch präsentiert. Auch wenn man im vergangenen Jahr keinen Titel einfahren konnte, so war es zumindest aus finanzieller Sicht eines der besten der Vereinsgeschichte. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2011/2012 betrug 373,4 Mio. Euro, das operatives Ergebnis (Ebitda) 86.0 Mio. Euro und der Konzerngewinn nach Steuern lag bei 11,1 Mio. Euro.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 19. November
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