Rummenigge gesteht: „Wir sind abhängig von Ribéry!“

Karl-Heinz Rummenigge bei der Jahreshauptversammlung von FC Bayern.

(Foto: imago)

Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München hat in dieser Bundesliga-Spielzeit erst in zwei Partien Punkte liegen lassen: Das war beim 1:2 zuhause gegen Bayer Leverkusen und am vergangenen Wochenende beim 1:1 in Nürnberg. Auf den ersten Blick haben beide Spiele kaum Parallelen – eine allerdings schon: In beiden Partien musste Trainer Jupp Heynckes auf Franck Ribéry verzichten.

Bayerns-Boss Karl-Heinz Rummenigge gibt nun in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung zu, dass der deutsche Rekordmeister auf den kleinen Superdribbler angewiesen ist. „Unser Spiel ist ein Stück weit abhängig von Ribéry. Ob Messi bei Barcelona, Ronaldo bei Real oder Rooney bei Manchester – es ist eben so: Jede große Mannschaft hat Schlüssel-Spieler, von denen sie auch abhängig sind“, erklärt Rummenigge der Zeitung. Ribéry ist über so viel Lob hoch erfreut. „Es tut immer gut, so was vom Boss zu hören. Ich will der Mannschaft so gut wie möglich helfen“, zitiert die Zeitung den 29-jährigen Franzosen. Vor der Partie gegen den FC Valencia am heutigen Dienstag beißt der Publikumsliebling auf die Zähne: „Die Rippen tun noch weh, aber ich will und muss spielen. Noch habe ich keine Spritzen bekommen. Vielleicht kommt das noch.“

Ex-Nationaltrainer Raymond Domenech greift Ribéry an

So sehr man den Mittelfeldspieler in München zu Füßen liegt, so sehr verhasst ist er bei Ex-Nationaltrainer Raymond Domenech. Der im September 2010 entlassene Coach veröffentlicht in Frankreich sein Buch „Tout Seul”. Darin ist zu lesen, der Bayern-Star habe bereits 2009 mit der „Einstellung einer empfindlichen Diva” die Chemie „verdorben”. In einem Tagebucheintrag, aus dem „Bild“ zitiert, heißt es, dass Domenech von einem Führungsspieler schon bei der EM 2008 vor Ribéry gewarnt wurde, „und ich habe ihm die Schlüssel anvertraut. Was für ein Idiot bin ich.”

Domenech schießt unter die Gürtellinie

Auch wenn der Coach seine persönliche Sicht durchaus kundtun darf, sind auch für ihn Grenzen erreicht. Doch diese scheint er mit diesem Zitat überschritten zu haben: „Für all das, wofür Ribéry stand, hätte ich ihn gerne aufgehängt.” Ribéry selbst hat sich noch nicht zu den Aussagen des Coaches geäußert. Doch er wird wohl auch besser beraten sein, das nicht zu tun, denn auf dieses Niveau sollte er sich nicht herablassen.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 20. November
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