Franck Ribéry: Rot oder kein Rot, das ist hier die Frage!

Franck Ribéry bekommt rote Karte gegen FC Augsburg. Verdient oder unverdient?

(Foto: imago)

Für den FC Bayern München war es ein gelungener Abschluss der Hinrunde, denn mit einem 2:0-Sieg in Augsburg buchte man das Ticket für das Viertelfinale des DFB-Pokals 2012/13. Wäre da nicht die Rote Karte für Franck Ribéry gewesen. Rot im Achtelfinale, damit könnte er im Viertelfinale am 26./27. Februar und sogar im Halbfinale am 16./17. April fehlen. Doch die Sichtweise der Verantwortlichen gehen in der Causa Ribéry weit auseinander.

Ribéry bekam von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer wegen einer provozierten Tätlichkeit gegen Koo die Rote Karte. Bastian Schwein¬steiger kritisierte gegenüber den Mikrofonen der ARD seinen Mitspieler. „Das darf dem Franck nicht passieren, auch wenn solche Situationen auch oft vom provozierenden Spieler ausgehen. Das ist nicht immer leicht für ihn. Aber nochmal: Das darf nicht passieren. Aber im Endeffekt muss man zum Glück sagen, dass wir zu zehnt eigentlich besser standen…“, so Schweinsteiger direkt nach der Partie. Auch Jupp Heynckes stimmte seinem Mittelfeldmotor zu. „Das ist eine Rote Karte, da muss man nicht diskutieren! Ein Spieler des FC Bayern darf sich nicht provozieren lassen sondern muss cool bleiben“, so der 67-Jährige.

Rummenigge und Sammer sehen das anders

Komplett anderer Meinung sind Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Matthias Sammer. „Das war keine Rote Karte. Und ich erwarte da auch, dass man beim DFB entsprechend – genauso wie es die Lex Dortmund gegeben hat – einsieht, dass es keine Rote Karte war“, wird „Killer Kalle“ von der „tz“ zitiert. „Ich erwarte gleiches Recht für alle, wie es so schön heißt.“ Dortmunds Marcel Schmelzer wurde freigesprochen, nachdem er im Spiel gegen den VfL Wolfsburg eine Rote Karte für ein Handspiel sah, das keines war. Allerdings kann man die beiden Fälle nicht wirklich miteinander vergleichen. Trotzdem sieht Sammer dies wie sein Vorgesetzter. „Ich hätte sie nicht gegeben. Wir haben von der ersten Sekunde an darauf hingewiesen, dass der Gegenspieler Franck permanent provoziert hat“, so der Sportdirektor. „Ich finde, so was muss man immer im Gesamtzusammenhang mit erkennen“, befand Sammer.

Koo benimmt sich daneben

Vor allem die Reaktion Koos nach dem Platzverweis hatte eine Art Beigeschmack, denn Augsburgs gefährlichster Akteur ließ sich nach der Herausstellung von eigenen Anhang feiern. Genützt hat es den Augsburgern nichts, der FC Bayern stand nach dem Platzverweis sogar noch kompakter und erzielte nach einem Konter das 2:0.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 03. Januar
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