Gomez ist wieder fit: Heynckes hat die Qual der Wahl

Mario Gomez ist wieder da: Beim 1:1 in Valencia feierte der 27-jährige Angreifer sein Pflichtspiel-Debüt in dieser Saison. Doch wohin mit dem Top-Stürmer der letzten beiden Jahren? Trainer Jupp Heynckes hat mehr als nur ein Luxusproblem.

„Ich konkurriere seit acht Jahren mit sehr guten Stürmern, und ich habe mich immer durchgesetzt. Ich werde mich auch diesmal durchsetzen“, tönt Gomez gegenüber „bild.de“. „Ich werde wieder treffen, wie ich will!” Aber auch Konkurrent Mario Mandzukic ist sich seiner Stärken bewusst und gibt zu Protokoll: „Ich habe mich überall durchgesetzt und bin überzeugt, dass ich es auch hier schaffe.“

Voller Selbstbewusstsein ist auch Claudio Pizarro, der nach seinem Hattrick gegen Lille in die Mikrofone des ZDF sagte: „Wer sagt, dass ich die Nummer drei bin?“ Heynckes hat Qualität ohne Ende zur Verfügung. Allerdings weiß er auch, dass nur Platz für einen Stürmer ist. Mandzukic führt mit neun Treffern die Torschützenliste der Bundesliga an, Pizarro hat schon sechs Pflichtspieltore und drei Vorlagen. Wer wird also die Nase vorne haben?

Was spricht für Gomez?

Mario Gomez ist ein Musterprofi, wie man ihn sich als Trainer nur wünschen kann. Als er von Louis van Gaal ins Abseits gestellt wurde, beschwerte er sich nicht lauthals über die Medien, sondern wartete auf seine Chancen – und nutzte sie. Die große Stärke des Angreifers ist seine körperliche Robustheit. Zudem ist der 27-Jährige auf den ersten Metern sehr schnell, hat außerdem zwei starke Füße. Seine Schwächen liegen im Kopfball-Spiel und in bei Technik/Kombinationsspiel.

Was spricht für Mandzukic?

Der Kroate schlug in München ein wie eine Bombe. Mittlerweile hat Mandzukic bereits neun Tore auf dem Konto, zudem hat er noch zwei vorbereitet. Seine Stärken sind seine Technik, das Kopfball-Spiel und seine Variabilität. Der Angreifer weicht gerne auf die Flügel aus, das Offensiv-Spiel der Bayern wird dadurch variabler. Defizite hat Mandzukic noch etwas in Sachen Konzentration, der Kroate ist schnell aus der Ruhe zu bringen, wodurch er dann den Kontakt zum Spiel verliert.

Was spricht für Pizarro?

Der Peruaner ist der erfahrenste Angreifer. Pizza kann Bälle nicht nur perfekt abschirmen, er ist auch ein Torjäger der klassischen Schule: Er steht da, wo er stehen muss. Zudem verfügt er über eine hervorragende Schusstechnik, wodurch seine Versuche aus der zweiten Reihe zur echten Waffe werden. Ihm fehlt mittlerweile mitunter die Grundschnelligkeit.

Wen Heynckes letztendlich ins Rennen schicken wird, hängt also nicht unbedingt von den Leistungen der letzten Jahre ab, sondern davon, wie gut der jeweilige Angreifer ins System bzw. in die Spielidee und zum Gegner passt.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 24. November
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