Guardiola und der FC Bayern: Vieles spricht dafür

Pep Guardiola bei einer Pressekonferenz am 29. April...

(Foto: imago)

Hört er auf, oder macht er doch weiter? Das ist derzeit die Frage aller Fragen rund um den FC Bayern München. Gemeint ist Jupp Heynckes. Der Vertrag des 67-jährigen Übungsleiters läuft im kommenden Sommer aus. Die Verantwortlichen und der Coach selbst betonten immer wieder, dass eine Entscheidung im März fallen werde. Doch zuletzt behaupteten einige Medien, allen voran die Sport Bild, dass eine Entscheidung bereits gefallen sei, Heynckes werde den FC Bayern im Sommer verlassen.

Sollte dem so sein, deutet derzeit alles auf Pep Guardiola hin. Der Spanier, der nach titelreichen Jahren beim FC Barcelona derzeit eine Auszeit in New York nimmt, soll Kandidat Nummer eins sein. Im Land des Erfolgscoachs wird natürlich ebenfalls recht wild über seine Zukunft spekuliert. Moises Llorens, er ist Reporter der spanischen Sport-Zeitung „AS“, erklärt nun gegenüber der „tz“, dass Guardiola am Posten des Bayern-Cheftrainers interessiert sei. „Fest steht: Pep liebt die Bundesliga, auch wenn viel darüber geschrieben wird, dass er von der Premier League angetan ist und dort enden wird“, zitiert die Münchner Zeitung den spanischen Kollegen. „Wenn, dann wäre Manchester United wohl der von ihm auserwählte Verein, dennoch halte ich die Bundesliga für die wahrscheinlichere Option.“

Weniger Druck

Llorens liefert auch die Gründe für eine mögliche Entscheidung Pro München: Der Druck sei geringer. Ausgangspunkt dafür sei Heynckes, denn er lasse das gleiche System spielen und er habe die gleichen Ideen über die Nachwuchsförderung. Zudem soll Pep „Don Jup“ verehren. Daher könne es auch gut möglich sein, dass es eine Doppellösung, wie sie schon „Titan“ Oliver Kahn vorgeschlagen hat, eine Möglichkeit sein. Ähnlich sieht das auch Spaniens Nationaltrainer Vincente del Bosque. Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagt er: „Wenn der Vorgänger und der Nachfolger sich gut verstehen und das Schiff zunächst gemeinsam führen, kann das funktionieren.“

Klar scheint aber auch, dass der FC Bayern große Konkurrenten um sich hat, wenn es um eine mögliche Verpflichtung von Pep Guardiola geht. Neben den Top-Klubs aus der Premier League, allen voran der FC Chelsea und Manchester City, soll auch der AC Mailand sein Interesse bekundet haben. Allerdings scheint klar, dass Guardiola in München wohl mehr Ruhe hat. Denn vor allem die beiden englischen Klubs weisen „heiße Stühle“ auf, selbst ein Champions-League-Titel sichert den Coach hier nicht (Chelsea). Zudem steht die Jugendförderung hier hinten an.

Mourinho als Zünglein an der Waage?

Das Zünglein an der Waage könnte aber ein anderer sein: „The Special One“ Jose Mourinho. Der eigenwillige Portugiese steht derzeit bei Real Madrid vor dem Aus. In der Liga hinkt er mit seiner Mannschaft den eigenen Erwartungen hinterher, zudem legt er sich derzeit auch mit Vereinsikone Iker Casillas an, der auf der Bank sitzen muss. Real-Fans fordern daher vermehrt seinen Rauswurf, bei einer Entlassung würde sich der Fokus wohl aller Voraussicht nach auf ihn richten.

Für den FC Bayern wäre das ein Glückslos, denn man könnte mit mehr Ruhe an die Personalie „Pep Guardiola“ gehen. Übrigens: Mourinho ist definitiv kein Kandidat in München. Präsident Uli Hoeneß sagte auf die Frage, ob er sich Mourinho als Coach der Münchner vorstellen könne, dem „Focus“: „Wenn die Sprachbarriere nicht wäre, würde ich sagen, dass Pep Guardiola sicherlich einer für uns wäre.“ Mehr muss man dazu nicht sagen…

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 27. Dezember
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