Hamburger SV: Quintett soll im Winter gehen

Etat soll im Winter um 6,4 Millionen Euro entlasten werden.

(Foto: imago)

Mit den Verpflichtungen von Rafael van der Vaart, Petr Jiracek und Milan Badelj, die kurz vor Ablauf der Transferfrist Ende August allein an Ablösesummen mehr als 20 Millionen Euro verschlangen, hat der Hamburger SV zwar sportlich die Kurve bekommen, allerdings auf Kosten eines großen finanziellen Risikos.

Um die Belastung für die ohnehin schon klammen Kassen des Bundesliga-Dinos in Grenzen zu halten, hat der Aufsichtsrat Sportdirektor Frank Arnesen nach Informationen der „Bild“ dazu aufgefordert, den Etat im Winter um 6,4 Millionen Euro zu entlasten. Erreicht werden soll dies durch Spielerverkäufe, die nicht nur Ablösen einbringen, sondern zugleich auch Gehälter in beträchtlicher Höhe einsparen sollen.

Kandidaten für einen Wechsel gibt es einige, doch handelt es sich dabei ausnahmslos um Spieler, die der HSV bereits im Sommer gerne abgegeben hätte, für die sich aber entweder kein Interessent fand oder wenn doch, sich der Spieler nicht wechselwillig zeigte. Dennoch will und muss Arnesen im Winter erneut versuchen, die in den Planungen von Trainer Thorsten Fink allenfalls noch eine untergeordnete Rolle spielenden Profis an den Mann zu bringen, was indes auch wegen deren guter Gehälter in Hamburg alles andere als einfach werden wird.

Konkret handelt es sich bei den Spielern, denen man keine Steine in den Weg legen würde, um Torwart Jaroslav Drobny, der mit seinem Millionen-Gehalt als zweiter Mann hinter Rene Adler trotz aller sportlicher und menschlicher Qualitäten einfach zu teuer ist, den kürzlich nach einer Suspendierung erst wieder begnadigten Innenverteidiger Slobodan Rajkovic, die nach den späten Sommer-Einkäufen chancenlosen Mittelfeldspieler Per Skjelbred und Robert Tesche sowie Angreifer Marcus Berg, der trotz überschaubarer Konkurrenz kaum zum Zug kommt.

Sollte Arnesen mit diesen fünf Spielen die Vorgaben des Aufsichtsrat nicht erfüllen können, ist auch der Verkauf eines Stammspielers nicht ausgeschlossen. Shooting-Star Heung-Min Son, der vor allem vom FC Liverpool umworben wird, soll aber auf jeden Fall gehalten werden.

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veröffentlicht von Johannes K. am 09. November
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