Hertha BSC: Bayerische Filiale in Berlin

Das “mia san mia”-Gefühl des FC Bayern München wird bei Anhängern anderer Vereine missachtet, aber gerade bei den sportlichen Führungen der bayerischen Konkurrenz durchaus geschätzt. Dieses gewisse Selbstvertrauen tut anderen Mannschaften genauso gut, wie die Ausbildung und die Drucksituation beim deutschen Rekordmeister. Aufsteiger Hertha BSC will von der Qualität des FCB in der kommenden Saison weiterhin profitieren.

In der laufenden Saison vertraten Abwehrspieler Christian Lell und Trainer Markus Babbel bereits die bayerische Fraktion. Zur kommenden Saison stoßen zwei weitere Spieler mit FCB-Vergangenheit zu den Hauptstädtern. Nach Thomas Kraft nahm Hertha BSC auch Andreas Ottl unter Vertrag.

Während Kraft der neue Stammtorhüter sein soll, darf sich Ottl um einen Platz im defensiven Mittelfeld bewerben. Dort wird er mit Peter Niemeyer und Fabian Lustenberger konkurrieren, die als “Aufstiegshelden” gewisse Vorteile mitbringen. Für Ottl spricht die Erfahrung von über 100 Bundesligapartien. Auch, wenn es beim FCB nie zum Stammspieler reichte.

Im Tor, in der Abwehr und im Mittelfeld sowie auf der Trainerbank herrscht damit in der Saison 2011/2012 “mia san mia” bei Hertha BSC. Fehlt eigentlich nur noch der Sturm. Aktuell ist die Zukunft von Miroslav Klose beim FC Bayern München ungewiss. Doch der Nationalstürmer dürfte für die Berliner eindeutig zu teuer sein. Oder?

PS: Kennst du schon unseren kostenlosen Newsletter? »Hier« kannst du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

veröffentlicht von Andre Gierke am 23. Mai
Diesen Artikel empfehlen:
 
Kommentieren via Facebook neu