"Wir sind dabei, unsere gute Ausgangsposition kaputt zu machen - das ist beschissen!"

Huub Stevens vor dem Aus

1:3 in Stuttgart. Ein Spiel zum vergessen. In den letzten sieben Spielen magere fünf Punkte. Beim FC Schalke 04 bahnt sich eine unruhige Winterpause an. Das Spiel beim VfB Stuttgart zeigte Schwächen im Schalker Spiel auf, die man bei den “Knappen” bisher selten bis gar nicht gesehen hatte.

Vor dem frühen 0:1 aus Schalker Sicht spielte Jermaine Jones unbedrängt einen kapitalen Fehlpass. Danach machte Stuttgart das Spiel schnell und Vedad Ibisevic verwertete den “Bock” des US-Amerikaners. Der schnelle Ausgleich zum 1:1 in der 12. Minute durch Ciprian Marica schien den Schalkern zunächst die abhanden gekommene Sicherheit zu geben, jedoch war es in der 38. Minute wiederum Vedad Ibisevic, der die Mannschaft von Trainer Huub Stevens nach einem von Christian Fuchs verursachten Elfmeter noch vor der Pause mit 1:2 ins Hintertreffen brachte.

Nach dem Seitenwechsel folgte dasselbe Bild. Stuttgart musste nur auf die Schalker Fehler warten und so war es dann erneut Vedad Ibisevic, der nach einem unnötigen Fehlpass von S04-Kapitän Benedikt Höwedes sein Team in der 62. Minute mit 3:1 in Führung brachte. Selbst die rote Karte, die der Stuttgarter Sakai fünf Minuten später sah, konnte nicht zum Vorteil für S04 genutzt werden, sorgte man schließlich bereits in der 73. Minute durch eine erneute rote Karte gegen US-Amerikaner Jermaine Jones wieder für zahlenmäßig ausgeglichene Verhältnisse.

Kapitän Höwedes brachte die momentane Situation auf Schalke auf den Punkt: “Wir sind dabei, unsere gute Ausgangsposition kaputt zu machen – das ist beschissen!” Die momentane Schalker Durststrecke lässt den Trainerstuhl von Huub Stevens derweil wackeln. Manager Horst Heldt: “Wir müssen sehen, dass wir das letzte Spiel gewinnen und im Pokal weiterkommen. Und dann schauen wir, wo wir stehen und bewerten die Arbeit der Mannschaft.” Kein Statement, das Überzeugung bezüglich der Arbeit von Trainer Huub Stevens preisgibt.

Unter der Woche hat es bereits u.a. seitens der BILD die Vermutung gegeben, dass Thomas Tuchel, derzeit Trainer des 1. FSV Mainz 05, Stevens beerben könnte. In einem Sky-Interview dementierte FSV-Manager Christian Heidel jedoch jeglichen Kontakt mit dem Ruhrgebietsclub und stellte klar, dass Tuchels Zeit in Mainz noch lange nicht vorüber sei: “Völlig ausgeschlossen ! Wir sind uns zu 100 Prozent einig, dass das Projekt Mainz 05 für ihn noch nicht abgeschlossen ist.”

Huub Stevens bleiben noch zwei (End-)Spiele, um Schalke 04 eine ruhige Winterpause zu bescheren.

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veröffentlicht von Jan Böken am 14. Dezember
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