Igor de Camargo zu Eintracht Frankfurt: Veh ist angesäuert und macht Druck

Wohin wechselt Borussias belgischer Stürmer? Obwohl Sportdirektor Max Eberl von mehreren Interessen spricht, deutet sich ein Wechsel in die Main-Metropole immer mehr an. Allerdings steht die Höhe der Ablösesumme noch zwischen den Vereinen.

Nach den Verantwortlichen der Frankfurter Eintracht bestätigte zuletzt auch Gladbachs Sportdirektor gegenüber dem Kicker ein Interesse seitens der Hessen an dem kürzlich ausgemusterten Belgier. Eine Tendenz oder gar ein offizielles Angebot gäbe es allerdings nicht. Um die Person Igor de Camargo herrsche allerdings ein „europaweites“ Interesse, gab Eberl zu Protokoll.

Hübner kein einfacher Verhandlungspartner

Eine Aussage die wohl dazu dient die Verhandlungsposition der Gladbacher zu verbessern und gleichzeitig den Druck auf Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner zu verstärken. Der ehemalige Bundesligaprofi (spielte u.a. beim 1. FC Kaiserslautern) gilt als echter „Sparfuchs“ unter den Managern. Und das ist nicht einmal despektierlich gemeint. Vielmehr ist es die Anerkennung für eine tadellose Arbeit unter finanziell schwierigen Rahmenbedingungen.

Nicht zuletzt wegen genau dieser Rahmenbedingungen könnte sich der Transfer von Igor de Camargo an den Riederwald als hartes Stück Arbeit erweisen. Dem Vernehmen nach fordert man am Niederrhein rund zwei Millionen Euro – ein Betrag, der unter dem Gesichtspunkt der der Gehaltsforderungen des Stürmers (ca. 1,8 Millionen Euro pro Jahr), ein ziemlich happiger für die Eintracht sein wird. Einen Grund bei den angedachten Forderungen Abstriche zu machen, dürfte es für VfL-Sportdirektor Max Eberl nicht geben. In Mönchengladbach ist man nicht dazu gezwungen den Belgier im Winter abzugeben und könnte bis zum Sommer in Ruhe den Markt sondieren. Zudem sind weitere Winterneuzugänge auch bei einem Verkauf de Camargos nicht angedacht.

Veh setzt Verein unter Druck

Nun ist die Frankfurter Eintracht am Zug. Für weiteren Handlungsdruck sorgt SGE-Trainer Armin Veh, dessen mögliche Vertragsverlängerung wohl auch ein Stück weit an dieser Personalie hängen dürfte. „Ich bin angesäuert, weil nix passiert“, sagte er der Frankfurter Rundschau und meint damit die Personalsituation seiner Mannschaft. Nach den Abgängen von Ex-Borusse Rob Friend (1860 München), Dorge Kouemaha (Gaziantepspor) sowie Benjamin Köhler (1. FC Kaiserslautern) verfügt Veh lediglich über zwei gelernte Stürmer. Olivier Occean und Erwin Hoffer. Occean (nur ein Saisontor), der vor der Saison von der SpVgg Greuther Fürth an den Riederwald wechselte, enttäuschte bislang auf ganzer Linie. Erwin Hoffer kam indes nicht über die Rolle als Reservist hinaus. „Ein neuer Stürmer ist absolut notwendig. Ich kann nicht drei Spieler abgeben und keinen kriegen“, gibt sich Veh deshalb auch wenig kompromissbereit in Sachen Neuzugänge.

Zwischen Max Eberl und Kollege Bruno Hübner dürfte es also in den kommenden Tagen noch das ein oder andere von Zündstoff geprägte Gespräch geben. Schon die Verpflichtung von Bamba Anderson im vergangenen Sommer war keine einfache Geschichte, in der bis zuletzt gefeilscht wurde. Sieben Tage Zeit bleiben den Protagonisten um eine Lösung zu finden. Dann schließt das Transferfenster. „Die Zeit drängt“, weiß auch Eberl. Sollte es zu einer Einigung kommen, würde man sich schon bald auf dem grünen Rasen wiedersehen. Am 01. März ist die Borussia in der Frankfurter Commerzbank-Arena zu Gast.

PS: Kennst du schon unseren kostenlosen Newsletter? »Hier« kannst du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

veröffentlicht von Björn Brodermanns am 24. Januar
Diesen Artikel empfehlen:
 
Kommentieren via Facebook neu