Kein Badstuber-Ersatz: FC Bayern wird auf dem Transfermarkt nicht aktiv

Am Samstag trennten sich die beiden wohl derzeit besten Mannschaft Deutschlands 1:1: Der FC Bayern München hat damit weiter elf Punkte Vorsprung vor Borussia Dortmund. Auch wenn der deutsche Rekordmeister wohl am Ende eher mit dem Ergebnis leben kann, gibt es einen Punkt, der auch Tage danach immer noch schwer im Magen liegt: Die Verletzung von Holger Badstuber.

Bereits am Samstagabend war klar, dass Badstuber viele Monate ausfallen würde. Den Kreuzband-riss hatte Dr. Müller-Wohlfahrt gleich an Ort und Stelle diagnostiziert. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, bekam der Innenverteidiger noch in der Kabine von seiner Mutter Trost zugesprochen. Auch Arjen Robben eilte in die Umkleide, um sich bei Badstuber über dessen Zustand zu informieren. Karl-Heinz Rummenigge war betroffen, einen Ersatz-Innenverteidiger wird man in der Winterpause trotzdem nicht holen. „Nein, das werden wir nicht tun. Wir haben mit Dante, Boateng und van Buyten drei gute Leute. Auch Martinez kann da spielen. Da sind wir gut aufgestellt“, so Rummenigge gegenüber „bild.de“. Für Badstuber beginnt nun eine lange Leidenszeit. Erst die OP, dann Reha und Aufbautraining: Es wird wohl fünf Monate dauern, bis er wieder gegen den Ball treten kann.

Glück im Unglück

„Das, was wir gestern schon vermutet haben, hat sich bestätigt“, so der Innenverteidiger gegenüber der „tz“. „Es ist nur das vordere Kreuzband gerissen. Die Innen- und Außenbänder sind zum Glück nicht beschädigt, Knorpel und Meniskus auch nicht.“ Hatte er nun Glück im Unglück? „Ja, auf jeden Fall. Es hätte viel schlimmer kommen können, Meniskus oder Knorpelschaden oder so etwas. Deswegen bin ich ganz froh, im Grunde hatte ich noch Glück im Unglück.“ Badstubers Ausfall wird den deutschen Rekordmeister tief treffen, denn der Innenverteidiger gehört sicherlich zu den besten Aufbauspielern der Liga.

Transfers im Sommer zahlen sich jetzt aus

Dass der FC Bayern München in der Lage ist, diesen Ausfall aber nahezu kompensieren zu können, verdankt man der offensiven Kaderplanung im Sommer. Mit Dante und Javier Martinez hat man gleich zwei Spieler geholt, die in der Innenverteidigung spielen können, auch wenn der Spanier wohl zunächst im defensiven Mittelfeld bleiben wird. Für Dante wird sich hingegen nichts ändern, denn der Brasilianer, der im Sommer aus Gladbach geholt wurde, hat bis jetzt noch keine Minute gefehlt – das wird sich nun wohl auch nicht ändern.

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veröffentlicht von Alexander Hirsch am 04. Dezember
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