Mainz-Trainer Tuchel: „Habe keinen Kontakt zu Schalke“

Bereits vor knapp 14 Tagen geisterte sein Name in Verbindung mit Schalke 04 durch die Gazetten. Zu jenem Zeitpunkt war Huub Stevens bei den Knappen in Amt und Würden. Angesprochen auf den Wahrheitsgehalt redete sich Thomas Tuchel unmittelbar nach dem Spiel in Mönchengladbach in Rage. Ist die Situation nach dem Stevens-Rauswurf eine andere?

„Sie betreiben Recherche für eine Zeitung mit vielen Ausrufezeichen“, sagte Tuchel damals gegenüber dem Bezahlsender Sky, um weiter auszuführen: „Wir bringen Huub Stevens in eine Situation, die ich fürchterlich unangemessen und respektlos finde. Wir müssen nicht das Thema Schalke 04 aufmachen. Wieso? Wir sollten die Journalisten fragen, wo sie das herhaben. Die werden keine Antworten geben. Es werden Fakten verkauft, dass ich schon einmal Thema war, dass ich schon einmal abgesagt habe – das ist einfach gelogen. Das stimmt nicht. Da hat der Spaß ein Loch. Wenn ich mich nicht äußern würde, hieße es: Hat er das bestätigt mit dem Schweigen?“

Tuchel in Rage

Doch Tuchel legte während der offiziellen Pressekonferenz nach dem Spiel in Mönchengladbach noch einmal nach. „Es ist bedenklich und eine Riesensauerei“, sagte Tuchel und ergänzte, „dass ich an einem Spieltag, an dem ich mit Mainz gegen Gladbach spiele, 20 Minuten vor und 30 Minuten nach einem Spiel solche Fragen beantworte. Sie kennen mich seit vier Jahren. Es gibt überhaupt keine Notwendigkeit, dass ich mich an einem Spieltag über eine andere Mannschaft äußere als über Mainz und Mönchengladbach.“

Der Mainzer Coach war (verständlicherweise) sichtlich angefressen. „Königsblaue“ Worte wollte Tuchel deshalb auch keine mehr verschwenden. Für ihn sprang Mainz-Manager Heidel in die (Presse)-Bresche. „Er wird weder im Winter noch im Sommer Trainer auf Schalke oder bei einem anderen Verein sein“, machte der 49-Jährige klipp und klar deutlich. „Ich habe das bei Jürgen Klopp doch schon einmal mitgemacht.“

Stevens nicht mehr Schalke-Trainer

Nun ist Huub Stevens, der königsblaue Jahrhunderttrainer, bei Schalke 04 Geschichte. Stellt sich also auch für Thomas Tuchel jetzt eine gänzlich neue Situation? „Bis heute gab es mit keinem von Schalke, weder als Jugendtrainer noch jetzt bei den Profis, ein Gespräch“, beteuert der 39-Jährige gegenüber dpa. „Ich habe mich mehrmals öffentlich zu Mainz bekannt und tue dies weiter jeden Tag mit meiner Arbeit“. Sein Manager Christian Heidel wurde da noch deutlicher: „Auch wenn einer 30, 60 oder 70 Millionen Euro bietet, der Vertrag wird nicht aufgelöst.“

Das Arbeitspapier zwischen Mainz 05 und dessen Coach besitzt noch eine Gültigkeit bis zum Sommer 2015. Die Ära Tuchel wird aller Voraussicht also noch ein paar Jahre andauern. „Sein Weg mit Mainz ist noch nicht zu Ende“, ließen die Mainzer Verantwortlichen klar verlauten. Eine Aussage, die im Fußball-Geschäft mit höchster Vorsicht zu genießen ist. Im Fall Mainz darf man ihr allerdings gesteigerten Glauben schenken. Dennoch pikant: Am Dienstag sind die Mainzer im DFB-Pokal zu Gast in der Veltins-Arena…

Eure Meinung: Sollte Heidel unbedingt an Tuchel festhalten? Wer wäre alternativ der richtige Trainer für die Schalker?

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 17. Dezember
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