Maximilian Beister: Neuzugang für Borussia Mönchengladbach?

Maximilian Beister bekommt zu wenig Spielzeit. Wird er den Hamburger SV im Winter verlassen?

(Foto: imago)

Erst im vergangenen Sommer kehrte Maximilian Beister von Fortuna Düsseldorf zum Hamburger SV zurück. Zuvor schnürte der 22-Jährige zwei Jahre lang für den damaligen Zweitligisten die Schuhe. Dort sollte Beister reifen, um im Anschluss ein prägendes Gesicht für die Hanseaten zu sein. Ein Plan, der aufging – wenn da nicht der HSV wäre.

Die vergangenen beiden Jahre waren die wohl bislang schönsten und erfolgreichsten in der Karriere des Maximilian Beister. 65 Pflichtspiele absolvierte der schnelle und technisch starke Mittelfeldspieler für die Rheinländer, dabei gelangen ihm 19 Tore sowie 19 Assists. Eine starke Quote.

Zurück zum HSV

So stark, dass man dessen Leistungen auch in seiner sportlichen Heimat Hamburg wohlwollend registrierte und den Vertrag des Talents kurzerhand bis 2016 verlängerte. Beister, der vor seiner Leihzeit in Düsseldorf keine Chance auf einen Stammplatz beim Bundesliga-Dino hatte, ging trotz einiger lukrativer Angebote aus der Bundesliga zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Fortan sollte alles anders werden. Der 22-Jährige sollte eines der neuen Gesichter des HSV werden und mit seinen schnellen Tempodribblings für Gefährlichkeit und Überraschungsmomente sorgen. Die Realität sieht aktuell anders aus. Lediglich bei der Pokalniederlage gegen den Karlsruher SC stand Beister in der Startelf der Mannschaft von Thorsten Fink. Dabei gelang ihm gleich ein Treffer.

Platz auf der Bank

Seitdem wärmt der 22-Jährige die harte Ersatzbank – lediglich sechs weitere Kurzeinsätze stehen zu Buche. „Natürlich hätte ich mir zum jetzigen Zeitpunkt beim HSV mehr Spielzeit erhofft, aber da muss ich nun einfach Geduld zeigen. Und wenn ich meine Chance bekomme, dann muss ich sie nutzen“, sagte Beister kürzlich zum Express über seine Situation.

Ob Beister bald eine Chance bekommt? Die Konkurrenz ist groß beim wiedererstarkten Team aus der Hansestadt. Nicht zuletzt nach der Rückkehr von Rafael van der Vaart und den starken Auftritten von Heung-Min Son sind steht der U21-Nationalspieler weiter hinten an.

Transfer im Winter nicht ausgeschlossen

Inwieweit Thorsten Fink mit Beister plant, ist also fraglich – ein Wechsel im Winter dementsprechend nicht auszuschließen. Immerhin steht der 22-Jährige am wohl wichtigsten Punkt seiner Karriere, zudem kann der HSV jeden Euro gebrauchen, der in die klamme Kasse gespült wird. Fortuna Düsseldorf, der überraschend kecke Aufsteiger, dürfte eine mögliche Option sein. Die finanziellen Mittel für ein weiteres Leihgeschäft wären wohl gegeben.

Doch auch bei Borussia Mönchengladbach wird man die Personalie Beister nicht völlig aus den Augen verloren haben. Der 22-Jährige galt lange als möglicher Reus-Nachfolger bei der Borussia, ehe er dem Rückruf des HSV folgte. Fohlen-Manager Max Eberl schloss dieser Tage Kader-Korrekturen im Winter nicht kategorisch aus, sollte man „auf bestimmte Fälle“ reagieren müssen. Die fehlende Geschwindigkeit, welche Trainer Lucien Favre immer wieder moniert und das kreative Vakuum, das Marco Reus bei seinem Wechsel zu Borussia Dortmund hinterließ, könnten sein solcher Fall sein.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 15. Oktober
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