Schalke 04 vs. Eintracht Frankfurt: Strafverfahren gegen 60 Ultras eingeleitet

Schalke eins, Frankfurt eins. So hieß das Resultat nach der Partie am Samstag um 15:30 Uhr in der Veltins-Arena. Mauer Kick ohne viele Torraum-Szenen könnte man meinen. Dem war jedoch keinesfalls so. Die Schalker, die unter der Woche mit einem 1:0 gegen Olympiakos Piräus vorzeitig ins Achtelfinale der Champions League einzogen, hatten eine Eintracht aus Frankfurt zu Gast, die den Höhenflug der vergangenen Wochen deutlich untermauerte.

Jedoch waren es die Knappen, die nach einem sehr guten Beginn der Frankfurter, glücklich in Führung gingen. Aus dieser Aktion resultierte zugleich auch die einzig positive Erkenntnis auf Schalker Seite an diesem Spieltag: Torschütze Klaas-Jan Huntelaar beendete seine Tor-Flaute nach 591 Minuten. Die Eintracht zeigte sich daraufhin jedoch keineswegs beeindruckt und so war es schließlich Aigner, der gerade einmal 105 Sekunden nach dem Führungstor des FC Schalke 04 ausglich.

Trainer Huub Stevens hatte dazu nach dem Spiel nichts zu sagen, dafür jedoch einige Seiner Spieler. Abwehr-Bulle Jermaine Jones analysiert den Verlust des zweiten Platzes in der Bundesliga folgendermaßen: „Dortmund hat jetzt sechs Punkte aufgeholt. Aber wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen“. Wenig hoffnungsvoll gibt Klaas-Jan Huntelaar zu: „Bayern hat jetzt eine Tordifferenz von +33. Die sind schon sehr weit vorne…“.

Die Leistung des Schalker Teams wurde während der Partie auf der Ultra-Tribüne von einer „Fan“-Gruppierung mit Bengalos und einem in Brand gesetzten Werbebanner quittiert. Die Reaktion der 60000 Fans in der Veltins-Arena war jedoch mehr als vorbildlich für alle Fan-Szenen in ganz Fußball-Deutschland. Laute Pfiffe gemischt mit Sprechchören: „Wir sind Schalker und Ihr nicht!“ ertönten.

Schalkes Manager Horst Helft sagte stolz: „Unsere Fans haben die richtige Antwort gegeben. Das hat man so nicht erlebt, da beginnt ein Selbstreinigungsprozess“. Für die Bengalo-Chaoten hat auch Kapitän Benedikt Höwedes nur harte Worte übrig: „Die gesamte Mannschaft ist erschüttert. Das gehört nicht ins Stadion, gefährdet auch Familien mit ihren Kindern“. Die Polizei hat laut Bild-Informationen ein Strafverfahren gegen 60 Ultras eingeleitet.

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veröffentlicht von Jan Böken am 28. November
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