Mittendrin statt nur dabei: Schiedsrichter Fröhlich kritisiert Jürgen Klopp

UPDATE: Inzwischen gab es eine offizielle Versöhnung zwischen Jürgen Klopp und Michael Fröhlich.

Jürgen Klopp, Trainer des Deutschen Meisters Borussia Dortmund, wurde vom leitenden Schiedsrichter beim DFB, Lutz Michael Fröhlich, für sein emotionales Verhalten an der Seitenlinie kritisiert. Die Diskussionen des Trainers mit den Schiedsrichtern führen zu einem schlechten Vorbild in Bezug auf Respekt gegenüber Schiris in den unteren deutschen Spielklassen, so der ehemalige Schiedsrichter.

Klopp entschuldige sich zwar stets für sein impulsives Verhalten an der Seitenlinie, jedoch „hat dies so ein aggressives Potenzial, dass daraus gewaltsame Exzesse entstehen können“, so Fröhlich weiter. In der Vergangenheit wurde der Meister-Trainer des Öfteren zu Geldstrafen vom DFB-Sportgericht verurteilt. Der jüngste Fall fand im September statt: Beim 3:3 des BVB bei der Eintracht aus Frankfurt rannte Klopp bösartig blickend auf den vierten Offiziellen zu und schrie diesen daraufhin lautstark an.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nimmt seinen Trainer dagegen in Schutz: „Starker Tobak und in meinen Augen völlig daneben, weil hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Herr Fröhlich soll sich mal ansehen, dass wir seit Jahren die Fairness-Tabelle anführen, auch in dieser Saison stehen wir wieder ganz oben. Dafür ist in erster Linie unser Trainer verantwortlich. Jürgen Klopp ist engagiert und impulsiv während eines Spiels, aber nicht aggressiv.“

Eine äußerst unbeliebte Position nimmt der emotionale Trainer aber nicht nur beim früheren FIFA-Unparteiischen Fröhlich ein. Auch einige Bundesliga-Schiedsrichter haben sich in der Vergangenheit negativ zur Person von Jürgen Klopp geäußert. So merkte Schiedsrichter Felix Zwayer in der Bild-Zeitung an: „Eine absolute Katastrophe. Gegen so ein Verhalten werden und müssen wir vorgehen. Jürgen Klopp – Ein Trainer, der lieber mitten drin anstatt nur dabei ist.

PS: Kennst du schon unseren kostenlosen Newsletter? »Hier« kannst du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

veröffentlicht von Jan Böken am 28. November
Diesen Artikel empfehlen:
 
Kommentieren via Facebook neu