Warum Raffael nicht nach Gladbach wechselt

Wohin wechselt Raffael? Mönchengladbach soll angeblich Interesse bekunden...

(Foto: Imago)

Bereits im vergangenen Sommer kochten die Spekulationen um den damaligen Hertha-Spieler Raffael immer wieder auf. Als ehemaliger Zögling Lucien Favres an der Spree selbstredend keine allzu weit hergeholte Theorie. Dennoch dürfte die Personalie damals wie auch heute für die Borussia kaum infrage kommen – trotz der Spekulationen der Medien.

Der Kicker brachte den 27-jährigen Brasilianer kürzlich in den Dunstkreis der Fohlen. Neben dem FC Schalke 04 sollen auch die Gladbacher ihre Fühler nach dem Mittelfeldspieler von Dynamo Kiew ausgestreckt haben. Ist der in der Ukraine unglückliche Raffael bei Sportdirektor Max Eberl, der erst vor wenigen Tagen sagte, den Markt ständig zu sondieren, in den Fokus geraten?

Es spricht nicht vieles dafür. Neben der horrenden Ablösesumme – Kiew überwies im Sommer ca. neun Millionen Euro an Hertha BSC Berlin (Vertrag bis 2016) – passt der Brasilianer nicht ins Profil der Gladbacher. Jung, polyvalent und entwicklungsfähig sollen potenzielle Neuzugänge daher kommen. Raffael brächte allenfalls die technische Raffinesse und Kreativität mit, die der Elf vom Niederrhein in der Hinrunde fehlte.

Favre vom ehemaligen Ziehsohn abgerückt

Zudem scheint auch Trainer Lucien Favre von seinem ehemaligen Lieblingsschüler ein wenig abgerückt zu sein. So steht Raffael beim Schweizer aktuell zumindest aus sportlicher Sicht nicht gerade hoch im Kurs. In Gladbach leben sie das Kollektiv. Der 27-Jährige ist eher der introvertierte Edeltechniker, der nur dann gänzlich mitzieht, wenn es ohnehin läuft. Zuletzt gesehen in Berlin, als auch Raffael den Abstieg mit durchschnittlichen Leistungen nicht zu verhindern vermochte.

Nein, in Gladbach wird der Brasilianer nicht landen. Zu hoch die finanzielle Hürde selbst bei einem Leihgeschäft, zu gering die Aussichten auf schnellen sportlichen Erfolg und zu risikoreich eine Integration des 27-Jährigen in den mittlerweile homogenen Kader. Max Eberl und Lucien Favre werden sich weiterhin Gedanken machen müssen, wie das kreative Vakuum in Gladbachs Offensivspiel zu stopfen ist. In diesem Winter wird es diesbezüglich wohl keine personellen Veränderungen geben. Der Markt gibt keine Schnäppchen her. Schon gar keines, das die Fohlen sofort weiterbringen würde.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 10. Januar
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