Wolfgang Stark und der BVB

Es war der Aufreger des vorletzten Spieltages: Der BVB unterliegt vor heimischem Publikum dem VfL Wolfsburg mit 2:3 aufgrund von drei krassen Fehlentscheidungen von Schiedsrichter Wolfgang Stark. Was war passiert?

Für den BVB fing alles planmäßig an. Nach einem Freistoß von Marco Reus, den dieser dieser direkt verwandelte, ging der BVB bereits früh nach sechs Minuten in Führung. Was folgte, war ein Schaulauf des BVB bis zur 34. Minute. Nach einem Lupfet von Diego in den Strafraum legte Vierinha den Ball aus Abseitsposition quer auf Dost, der daraufhin aufs Tor schoss und Schmelzer am Knie traf.

Schiedsrichter Stark entschied postwendend auf Elfmeter und zückte die rote Karte gegen Marcel Schmelzer. Eine Kette von Fehlentscheidungen, die dem Spiel in Dortmund eine entscheidende Wendung zu Gunsten des VfL Wolfsburg brachte. Zunächst war es Diego, der den fälligen Elfmeter sicher zum 1:1 verwandelte. In der 41. Minute wurde das Spiel dann komplett auf den Kopf gestellt als Naldo einen Freistoß von Diego aus der Drehung zur Gästeführung verwertete.

Hier hätte erneut auf Abseits entschieden werden müssen, da sich der Wolfsburger Verteidiger Simon Kjaer zum Zeitpunkt des Abschlusses im Blickfeld von BVB-Torwart Roman Weidenfeller befand. Nach der Pause folgten noch der ebenfalls umstrittene Elfmeter von Jakob Blaszczykowsky zum 2:2-Ausgleich und der Treffer zum 3:2-Endstand für die Wölfe von Bas Dost.

BVB-Trainer Klopp bedient: „In der Halbzeit hat jeder mitbekommen, dass Marcel nicht mit der Hand gespielt hat. Das war nicht wahnsinnig hilfreich für die Gemütsverfassung meiner Jungs.“ Große Geste vom bayrischen Unparteiischen: Zwei Stunden nach Abpfiff des Spiels entschuldigte sich Wolfgang Stark für seine Irrtümer. DFB-Mediendirektor Ralf Köter: „Der Kontrollauschuss wird […] am Montag die Einstellung des Verfahrens gegen Marcel Schmelzer beantragen.“

Laut Bild-Informationen wird Stark in dieser Saison aus Schutz vor Anfeindungen für kein weiteres Spiel des BVB angesetzt werden. Darüber hinaus wird berichtet, dass der BVB gar darüber nachdenke, Stark dauerhaft abzulehnen. BVB-Sportdirektor Zorn am Samstag sauer: „Nicht zum ersten Mal wundern wir uns über seine Entscheidungen.“

Nach Markus Merk, der aufgrund des Freistoß-Pfiffes im Jahr 2001 für den FC Bayern München in Hamburg und der daraufhin verpassten Deutschen Meisterschaft des FC Schalke 04 kein Spiel des S04 mehr pfiff, wäre Stark der zweite Schiedsrichter mit einem Dauerverbot.

Schiedsrichter Wolfgang Stark wird seinen Hut beim BVB wohl trotz großer, öffentlicher Entschuldigung bis auf weiteres nehmen müssen.

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veröffentlicht von Jan Böken am 14. Dezember
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