Favre verordnet Mut: „Wollen in Nürnberg versuchen zu gewinnen“

Mit dem 1.FC Nürnberg wartet am kommenden Sonntag ein wahrlich unangenehmer und schwer zu spielender Gegner auf die Borussia aus Mönchengladbach. Im Frankenland ist Trainer Lucien Favre dazu gezwungen seine so gut in die Rückrunde gestartete Mannschaft personell zu verändern. Mit Havard Nordtveit und Granit Xhaka fallen gleich zwei defensive Mittelfeldspieler aus.

 

 

 

„Howie konnte die ganze Woche nicht trainieren und kann auch am Sonntag leider nicht dabei sein“, verriet der Schweizer Coach im Rahmen der Pressekonferenz.  Die sich dadurch für Granit Xhaka abzeichnende große Bewährungschance kann der 20-Jährige allerdings nicht wahrnehmen. Der 8,5 Millionen Neuzugang laboriert an einem schweren grippalen Infekt und kann die Reise gen Franken ebenso wenig antreten wie Kollege Havard Nordtveit.

Aufstellungslotto im defensiven Mittelfeld

Dementsprechend plagen Favre durchaus personelle Sorgen. Wer ersetzt den Norweger auf der „Doppelsechs“ neben Thorben Marx? Borussias Coach beteuert eine diesbezügliche Entscheidung noch nicht abschließend gefällt zu haben: „Es gibt mehrere Möglichkeiten. Tolga Cigerci kann auf dieser Position spielen, aber auch Alexander Ring oder Lukas Rupp. Ich weiß es noch nicht definitiv.“

Tony Jantschke, der ebenfalls auf der Nordtveit-Position spielen könnte, stellt aktuell keine denkbare Alternative dar. Martin Stranzl, der den 22-Jährigen dementsprechend auf dessen Rechtsverteidigerposition ersetzen müsste, kommt nach seiner Grippe noch nicht für einen Startelfplatz infrage. „Martin hat zehn Tage pausiert, und ist erst Mitte der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen“, weiß Lucien Favre um die fehlende Fitness seines Abwehrchefs. Der 32-Jährige wird zunächst einmal auf der Bank Platz nehmen.

Favre will mutig spielen

„Was tun?“, sprach Zeus. In diesem Falle VfL-Trainer Favre. Einiges spricht für Alexander Ring, der nach seiner Knieverletzung wieder den Anschluss an die Mannschaft gefunden hat. Tolga Cigerci, der laut dem Romand „einige Fortschritte“ gemacht hat, dürfte aufgrund seiner ansteigenden Leistungskurve weiter den offensiveren Part auf der rechten Seite ausfüllen und ständig mit Patrick Herrmann hinter Luuk de Jong rochieren. Cigerci auf der Sechs würde den Fohlen derweil eine Menge Offensivpotenzial rauben.

Das weiß auch Lucien Favre, der in Nürnberg mutig auftreten will: „Wir haben 29 Punkte auf dem Konto, das ist gut, aber wir wollen weiter punkten und werden daher auch in Nürnberg versuchen, zu gewinnen.“ Um dieses Ziel zu erreichen, wird seine Mannschaft einiges in die Waagschale werfen und eine dementsprechend engagierte Leistung auf den Rasen bringen müssen. „Nürnberg ist ein sehr unangenehmer Gegner, der läuferisch und kämpferisch sehr stark ist. Es wird ein ganz hartes Stück Arbeit für uns“, wusste Favre mit einem Lächeln zu berichten. Es war dieses spezielle Favre-Lächeln.

Richtungsweisende Partie

Jenes Lächeln, das den Schweizer dahingehend entlarvt einen Match-Plan im Kopf zu haben, der die Nürnberger aus ihrem Defensiv-Konzept zu bringen vermag. Wichtig wäre es. Ist im Prinzip jedes Bundesligaspiel „richtungsweisend“, trifft dies vor allem auf den Auftritt bei den „Clubberern“ zu. Mit einem Sieg und dementsprechenden sieben Punkten aus drei Rückrundenpartien wäre man endgültig ganz heiß im Rennen um die europäischen Plätze.

Voraussichtliche Aufstellungen:

1.FC Nürnberg: Schäfer – Pinola – Klose – Nilsson – Chandler, Simons – Balitsch – Gebhart – Kiyotake – Feulner, Pekhart

Borussia: ter Stegen – Wendt – Dominguez – Brouwers – Jantschke, Marx – Ring – Arango – Cigerci, Herrmann, de Jong

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 01. Februar
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